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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 237

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
Date
1856-01-01
Page
Seite 237 (sequence 281)
Language
German
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Schriften ist zu fördern, der Katechismus zu revidireu. Eine Centralcaffe zur Uuterstützuug der Rabbinerwitweu, Belohnung der Lehrer u. f. w. ist zu creiren. Die Confereuz soll alle fünf Jahre stattfinden. Ein neuerlich in der französischen »Presse« erschienener Artikel des Oberst Cerfbeer vertheidigt die Juden des Elsaß gegen die erhobene Anklage des Wuchers. Es gibt sehr viele Ursachen, welche den Verfall der elsäßischen Bauern erklären, unter welchen die Handlungsart einiger Handlungsjuden als unmerklich verschwindet. Es wird dargethan, daß 28 Departements hypothekarisch verschuldeter sind als der Niederrhern und 34 noch mehr als der Oberrhein, daß aber in den meist verschuldeten Departements Frankreichs gar keine Juden wohnen. Wir gelangen nach der gewählten Ordnung beinahe zuletzt zu den Juden in England, und doch ist dasjenige, was sich in diesem Lande zugetragen, die Erwählung des Alderman Dr. Salomons zum Lord-Mayor von London, in Bezug auf gemeinsame jüdische Interessen das hervorragendste Ereigniß des vorigen Jahres. Indem wir das Bildniß des von seinen Mitbürgern so hoch erhobenen Mannes an die Spitze unseres Jahrbuchs stellen, entsprechen wir wohl den Sympathien unsererLeser am besten. Wohl am treffendsten ist diese ehrenvolle Wahl in der»Breslauer Monatschrist für Geschichte und Wissenschaft der Juden« bezeichnet worden: »Wir weisen nicht mit kindischem Rühmen auf den Juden, der znmBürgermeister(Lord-Mayor) der ersten Stadt der Welt erwählt wurde; mancher mittelalterliche abendländische Fürst hatte einen Juden zum Günstling, und mancher orientalische Despot erhob ihn zum Minister, ohne deshalb den ans den Juden lastenden harten Druck zu mildern. Wir weiden uns auch nicht an dem Gedanken, daß Monarchen, die Gnildhall besuchen, die verbindlichsten Worte an einen Juden richten, ein Jude gewichtigen Ausschlag über die, fremden Fürsten und selbst dem Landesregenten zu erweisende Ehre gibt; diele Auszeichnung und Bevorzugung ge-

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