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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 236

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
Date
1856-01-01
Page
Seite 236 (sequence 280)
Language
German
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IRI
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236 fanget* müssen die nöthigen religiösen Kenntnisse besitzen.— Um den Gottesdienst würdiger, erbaulicher, unterrichtender zu machen, nimmt die Conferenz folgende Beschlüsse an: Verpflichtung für den Lehrer den Kindern den religiösen Gesang zu lehren, Abschaffung der Gebete in Responsen, Abschaffung desMitzwathverkaufs, Beschränkung desMischeberachs, Einführung des Gebrauchs, daß die Eltern die Hände auf den Kopf der Kinder legen, während im Mußaf der Priestersegen recitirt wird *), Veränderungen des Gebetes Af Horachmim, Einführung von Reglements für Trauungen, Beerdigungen u. s. w., dann von der Einsegnung der Mädchen beim Synagogengang, der Wöcbnerinuen, und der Knaben bei den Beschneidungen. Was die auf die Tagesordnung gesetzte Frage der Orgel betrifft, so beißt es im betreffenden Beschluß: Die Conferenz, obgleich sie die Tendenz beklagt, die religiöse Ceremonie mit einem Pomp zu umgeben, der sehr wenig vereinbar ist mit dem Character der Einfachheit, welche den israelitischen Cultus auszeichnet, entscheidet vom theoretischen Gesicktspuncte aus: es ist erlaubt, die Orgel im Tempel einzusühren und sie an den. Sabbathunb Festtagen durch einen Nichtisraeliten spielen zu lassen. Die Einführung der Orgel in den Synagogen soll nur mir der Bestätigung des Großrabbiners des Bezirks auf die Forderung des Gemeinderabbiners stattsinden können. Hinsichtlich der Confirmation soll der Großrabbiuer des Centralconsistoriums ein uniformes Programm für die Synagogen Frankreichs entwerfen. — Zn Ansehung des Religionsunterrichtes sind bis zur Gründung einer israelitischen Normalschule israelitische Almoseniers (Religionslehrer?) bei den von israelitischen Schulen besuchten Anstalten anzustellen. Es sind israelitische Gemeindeschulen zu schaffen, wo nur eine möglich. Die Verbreitung religiöser ‘) Wir haben diese Sitte in der ^unagoge zu Rom von sehr erbaulicher Wirkung gesunden.

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