Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 154)
- Language
- German
- Belongs to
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…/2609281-2609286--3013-2610357- Visual Library
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110 Zeit der Kaiserin Maria Theresia; allein erst im verflossenen Jahre erhielt sie ihre zeitgemäße Umgestaltung in eine vierclasstge Hauptschule. Die Araber Gemeinde verdankt einen fortgeschrittenen Cultns vorzüglich dem Umstande, daß seit einer Reihe von Jahren verdienstvolle Männer in ihrer Mitte wirkten. Im besten Angedenken lebt noch der verewigte A. Chorin, der hier lange Zeit als Rabbiner fungirte, und dessen Stelle gegenwärtig der auch als Schriftsteller vorteilhaft bekannte Rabbiner Steinhardt bekleidet. Als Musterschule gilt die öffentliche Real-Hauptschule, welche der vielfach verdiente I. Skreinka als Director leitet. Sie ist durch einen bedeutenden Fond sichergestellt, welcher auch dte Errichtnng einer besondern Mädchenschule ermöglicht hat. Eben so musterhaft ist das Araber Jsraelitenspital und das in seiner Einrichtung sehr vervollkommnete Institut der Chewra Kedischa. Die Gemeinde Großkanischa hat im verflossenen Jahre ihre wohlthätigen Institutionen durch Errichtung einer Kleinkinderbewahranstalt vermehrt, mtb hat diese Anstalt bereits in eine eigenthümliche Lokalität untergebracht. Viel des Guten ist seit einigen Jahren in der kleinen Gemeinde Totis zu Tage gefördert worden. Der seither verwahrloste Gottesdienst wurde geregelt, der Choralgesang eingeführt und ein sehr zweckmäßiges Schulhaus mit einem Aufwande von 10,000 fl. aufgeführt. Die Schule wird von 132 Kindern besucht. Die Herren Ehrenfeld, M. Fischer und Dr. Singer haben sich besondere Verdienste um diese Einrichtungen erworben. An der Schule wirken vier Lehrer, darunter der Oberlehrer Ab. Lederer, in besonders ausgezeichneter Weise. Durch die Opferwilligkeit der Gemeinden werden überdies jährlich Schulprämien vertheilt und ist eine Lehrer- und Jugendbibliothek angelegt worden. Die Vorsteherin Frau Gold hat einen Verein zur Errichtung einer Mädchenschule begründet. Die erst seit wenig Jahren bestehende und nur mit geringen Mitteln ausgerüstete Gemeinde zu Levenz hat auf