Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, zweiter Jahrgang = Jahr 5616 (1855-1856) (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 57)
- Language
- German
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54 von Arabien. S. 52 und 1. M. 19, 3; I. S. 16, II. Esth. 1, 6. Spr. S. 1, 16; die B. M. 9, 19; 37, 25; 43, 33; 2. B. M. 32, 6. B. d. Nicht. 19, 6. Ruth 2, 14; 1. S. 20, 18; 28, 23; 1. St. 13, 20. Neh. 2. Spr. 5. 23, 1. Jer. 16, 8. Ez. 23, 41, 44, 3). Der Hausvater vertheilte das Fleisch, das geschnitten auf einer großen Platte lag, gleichmäßig unter die Anwesenden; nur Ehrengäste, vornehme Tischgenosseu erhielten mehr Portionen (1. M. 43, 34. 1. S. 1, 5, 9. 22—24), die sie mit nach Hause nehmen konnten. Das Schulterstück war das beliebteste, wurde den ausgezeichneten Personen vorgelegt, oder den Priestern verabreicht. Der Tischgenoffe legre den erhaltenen Theil auf das vor ihm liegende Brod und nahm ihn hernach mit den Fingern zürn Munde. Aus der Suppenschüssel tunkten alle Anwesenden gemeinschaftlich. Auch vom Reisbrei holte Jeder mit dem Brode zwischen seinen Fingern eine Portion aus der Schüssel, die er in der Hand zu Kügelchen rollte und schnell und sicher in den Mund warf. Uebrigens bestand die Mahlzeit aus drei Gängen. Aus dem Voressen, ein Gerücht aus Eiern, gesalzenem Fleisch und Fischen, das den Appetit reizen sollte; aus dem eigentlichen, meist aus Fleischspeisen bestehenden Mahle und aus der Zukost, aus Backwerk und Früchten bestehend (Mischnah Ber. 6, 5); zuletzt kam der Wein, zu dessen Mischung ein Wärmekessel (Misch. Pesach. 73) bereit stand. Wenn man zu viele süße Früchte genossen, pflegte man gesalzene Speisen nachher zu essen, um den Magen, wenn er von der Süßigkeit geschwächt worden, wieder zu stärken. Die Bedienung geschah m aller Stille und wurde durch bloße Winke von Seite des Gastes bewirkt, weshalb die Diener nicht hinter, sondern vor den Gästen standen, und der biblische Ausdruck: »vor dem Herrn stehen« so viel heißt, als ihm dienen. Der Bediente war kein Sclave, sondern ein eigener Aufwärter, später Serber (Servus, noch heuzutage in vielen Gegenden incorrumpirtemDialect Sarver genannt),