Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, zweiter Jahrgang = Jahr 5616 (1855-1856) (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 42 (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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- Homer 1× ep/1025156
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42 des Mannes nnd zwar des Hausherrn selbst, während die weitere Zubereitung meistens Angelegenheit der Frauen, selbst der begüterten und vornehmen war. Auch Agamemnon, Achill und griechische Könige, wie Homer berichtet, nahmen keinen Anstand, selbst Thiere zu schlachten, und so mag esauch uns nicht wundern, wenn Abraham (1. M. 18) zur Heerde eilt, ein Rind holt und es schlachtet. Oftmals mästete man die Thiere, die zur Tafel gehörten (1. B. d. K. 4, 23). Sobald das Thier geschlachtet war, wurde das Fleisch, bevor es noch verrauchte, entweder gebraten, oder in Wasser gekocht, in welch letzterem Falle man auch die Brühe benützte. (Richter 6, 19. 2. M. 12, 10, 9.) Die große Hitze des Orients duldete nicht das lange Aufheben deA Fleisches, weshalb einerselts das sofort nach dem Schlachten erfolgte Kochen und anderseits das Kochen des ganzen Thieres (2. M. 12, 10). Beim Kochen wurde das Fleisch in kleinere Theile von der Größe einer Baumnuß zertheilt und darauf Wasser, Mehl und Küchenkräuter gegossen,, welche Brühe sodann, sobald das Fleisch gahr, aufgetragen wird. Eine solche brachte Gideon dem Engel. Außer dieser gab es keine Suppe. Beim Braten steckte man die klein geschnittenen Fleischstücke, oft das ganze Thier, an einen hölzernen oder eisernen. Stock, würzte es mit Pfeffer, Zwiebel und Salz mb drehte es so lange am Feuer, bis es von allen Seiten gebräunt war, wie noch heute im Oriente der Gebrauch ist. (Rosenmütter, Band I. Nr. 221. B. II. 261. 2. B. M. 12, 46. 23, 19.) Eingepöckeltes oder gedörrtes Fleisch kannten die Alten nicht. Schafe, junge Ziegen, Hühner, Tauben wurden im Ganzen gebraten. Als leckere Fleischspeisen galt eine Lammsschulter, womit Samuel den Saul regalirte. (1. S. 9, 23.) Heuschrecken wurden häufig geröstet oder eingesalzen, ohne Kopf, Flügel und Beine, auch in Reis, Honig unb Mehl gebraten gegessen. (S. Rosenmüller B. II. Nr. 310, B. V. Nr. 5 oder B. 1. Nr. 208.)