Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 229 (sequence 335)
- Language
- German
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229 Werke aus dem Griechischen ins Arabische übertrug, und sich besonders mit denen chemischen Inhalts beschäftigte. Im Jahre 683 hatte er selbst schon die Pandecten des Ahana übersetzt, eines alexandrinischen Arztes und Zeitgenossen des Paul v. Aegina. Es ist in diesem Werke eine vorzügliche Abhandlung über die Menschenblattern enthalten, deren erste Beschreibung nicht, wie man gewöhnlich glaubt, dem Mohamed ben Zaccarim Nazi gehört. Wie sehr die Originalwerke dieses Arztes von den damaligen Gelehrten geschätzt wurden, zeigen uns die Citationen, die aus denselben von den Schriftstellern jener Zeit, und besonders vondemberühmten Rhazes gemacht werden. Dieser Letztere commentirt seine Autorität und stützt sich fast auf jeder Seite seiner Schriften aus dieselbe; z. B. wo er von der Wirkung der Arzneikörper, von der Gelbsucht, Epilepsie, Paralyse, Magenentzündung, den Brüchen, den Zeichen des Todes spricht. Während Maser Djawah so einerseits der Wissenschaft die ersprießlichsten Dienste leistete, errichteten andere hebräische Aerzte im Verein mit den Nestorianern eine berühmte medicinische Schule in Djondisabour, in der Provinz Khuzistan. Berühmte Meister veranlaßten dort bald ein Zuströmen der Wißbegierigen von allen Seiten. Nicht nur theoretisches Wirken, sondern auch praktische Ausführung wurde in zweckmäßigen Kliniken gelehrt, aus denen wieder tüchtige Lehrer hervorgegangen. Später war es wieder kriegerischer Eifer, der die durch Eroberungen zu erlangenden Lorbeeren obenan stellte und so die Wissenschaften in den Hintergrund drängte. Anders aber wurde es nach einem Jahrhunderte, wo der Zepter aus den Händen der regierenden Dynastie in die der Abassiden überging. Als Abu Giaffar Almanzor, der 2. Khalife dieser Dynastie, von einer schweren Krankheit ergriffen wurde, da war es ein Arzt aus der Nestorianischen Schule, der ihm die Gesundheit wiedergab. Lebhaft den Werth der Heilkunde fühlend, wurde er der Beschützer dieser und sonstiger Wissen«