Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 224)
- Language
- German
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Iltz besitz, Betreibung der Gewerbe und des Landbaues hinweggeräuml wurden, wo man ihre Jünglinge den Vertheidigern -es Vaterlandes einreihete. ihnen endlich Lehr-, städtische und Stäatsämter anvertraute — da hatte die Welt die Scheidewand niedergerissen, welche sie aus der Welt ausgeschlossen hatte. Der Berus Israels in dieser dritten Zeit kann kein anderer sein, als: den Völkern, der übrigen Menschheit, unmittelbar anzugehören, aber dennoch sein Bekenntniß. seine Lehre inmitten der Menschheit und ihrer Strömungen aufrecht zu erhalten, bis-ja, das zu bestimmen, werden wir um so weniger wagen, als der Eine sagt, bis der Messias kömmt, der Andere bis die ganze Menschheit sich zum Einig-Einzigen bekennet, der Dritte bis nicht allein das Bekenntniß, sondern, was Moscheh wollte, die menschliche Gesellschaft wahrhastig in Liebe, Recht, Frieden verwirklicht worden. Ich glaube nicht, daß Jemand irgend etwas Begründetes gegen die obigen Sätze einwenden kann. Denn Diejenigen unter uns, welche noch der unerschütterlichsten Stabilität, dem unverrückbarsten Beharren im Judenthume devorletzten Jahrhunderts huldigen, mögen nur auf ihre Umgebung, auf ihre Nachbarn, Brüder, Schwestern, ja ihre eigenen Kinder schauen, um die Thatsache nicht leugnen zu können: und ebenso kann der hinsichtlich der Juden zurückgebliebenste oder wieder zurückgcschrittenste Staat nur auf das sehen, was er, früheren Jahrhunderten gegenüber, uns dennoch gewähren mußte, um die Thatsache nicht ableugnen zu können. Ob auf der einen Seite die unbedingteste Erhaltung aller überkommenen Bräuche als die Aufgabe des Judenthums, aus der andern Seite die in der Ausschließung der Juden sich bewährende Christlichkeit als die Aufgabe des Staates angesehen werde — wir bekämpfen beide Ansichten hier nicht im Geringsten — aber b'seta loquuntur „die Thatsachen sprechen", und nur mit den Thatsachen haben wir es hier zu thun. Daher kein weiteres Wort über die Herrlichkeit dieses israeliti-