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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1854-01-01 · Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854) · p. Seite 101

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 101 (sequence 210)
Language
German
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IRI
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101 Jahresbeiträge, 310 fl. durch besondere Spenden und 21 fl. 36 kr. durch Erlös von Arbeiten ihre Bedeckung erhielten. An Fond waren 3400 fl., größtentheils in 50/0 Metalliques vorhanden. Wenn wir hier nacheinander zweier Vereine erwähnten, welche durch den mildthätigen Sinn der Frauen in der Kultusgemeinde und was mehr ist durch ihren fortwirkenden unermüdlichen Eifer ihr seitheriges Gedeihen fanden, so können wir unmöglich den dritten und ältesten, den sogenannten Frauen-Verein mit Stillschweigen übergehen. Dieser Verein hat seit einigen Jahren durch Genehmigung der überreichten Statuten, den allseitigen Wünschen und Bedürfnissen entsprechende Zusammensetzung des Vorstandes eine bessere Consolidirung erhalten und gelangt durch nunmehrige Drucklegung seiner Jahresberichte zur verbreitetem Kenntniß. Die Wirksamkeit desselben umfaßt vorzüglich fixe jährliche Unterstützungsbeiträge an herabgekommene würdige Familien und verschämte Hausarme, ferner momentane Abhülse der dringendsten Noch bei Kranken, Wöchnerinnen und Erwerbsunfähigen, durch Vertheilung von Holz und Medikamenten und durch sonstige nach Kräften ermöglichte Linderung vielfachen Elendes. Vorsteherinnen sind dermalen die Frauen: Regine Biedermann, Josephine Königswarter, Therese Auspitz, Rosalie Pollak, Rosalie Fein. Der Verein hat im abgelausenen Jahre 6500 fl. verausgabt, von denen über 2000 fl. auf jährliche Pensionen und der U eberrest mit Inbegriff von 120 fl. 31 kr. Regiespesen auf zeitweilige Unterstützungen entfallen. Die Bedeckung dieses Kostenaufwandes fand mit etwas über die Hälfte durch Jahresbeiträge und Zinsen, mit dem Ueberreste aber durch besondere Zuflüsse statt. Der Vereinsfond beträgt 7458 fl. Die Armenanstalt participirt an der Aufgabe, erwerbsunfähige bedürftige Gemeindeglieder durch Pensionen und zeitweilige Aushülsen, so wie außerdem durch Vertheilung von Holz und Mazzoth zu unterstützen. Ihre Wirksamkeit erstreckt sich aber außerdem auch auf die Almosenspende an

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