Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 181)
- Language
- German
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71 tragend, einen Religions- und Wiederholungscursus für Die Sonntage. Als Herr Leopold Breuer deren Leitung als Religionslehrer im Jahre 1836 übernahm, zählte sie bereits30—40 Schüler. Herr Breuer, der seinen Schülern, die mit innigem Vertrauen ihm sich anschließen, ein väterlicher Freund und Rathgeber zu sein gewohnt ist, lernte durch diesen näheren Umgang mit ihnen ihre Bedürfnisse, Wünsche und Aussichten kennen. Der erstem waren immer viele, der letztem wenige, meist düstere. Wo Hülfe und guter Rath ihm möglich gewesen, zögerte er nie damit. Indessen genügte sein persönliches Einschreiten um so seltener, als es sich hier meist um genaue Gesetzeskenntniß und praktische Erfahrung handelte. Es wurde ihm die Ansicht immer klarer, daß nur von vereintem Wirken Resultate zu hoffen seien, wenn sie anders für den Einzelnen wie für die Gesammtheit von Erfolg sein sollen. Der Vertreter der Wiener Jsraelitengemeinde, Herr Josef Wertheimer, erfaßte die in ihm ans solche und vielfältige sonstige Weise angeregteJdee der Begründung eines Vereins zur Ford erung des Handwerks unter den inländischen Israeliten, die ihm durch das Gedeihen ähnlicher Vereine in andern deutschen Cilltnsgemeittden einen Hallpunkt bot, mit der Wärme, welche dieser Gegenstand für sich in Anspruch nahm. Nicht gewohnt, in solcher Angelegenheit lange zu zögern, wußte HerrWertheimer bald einen Kreis von Männern um sich zu sammeln, die an Ernst im Willen und Eifer im Handeln ihm nicht nachstanden. Die Herren Leopold Breuer, M. H. Beer, Ur. L. A. Frankl, Samuel Goldschmidt, Emanuel Edler v. Hofmannsthal und I. N. Mannheimer theilten die gleiche Ansicht über dieWichtigkeit der sich zu stellenden Ausgabe. So bildete sich im Jahre 1840 ans den genannten Herren ein provisorischer Ausschuß, der weder Mühe noch Zeitopfer scheute, um Theilnahme für dieses edle Streben zu