Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 182)
- Language
- German
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72 wecken, und es gelang im nächsten Jahre schon, Erkleckliches zu leisten. 18 Mitglieder, die einen Beitrag von 81 Oft. spendeten^ weiset der Bericht vom Jahre 1841 aus. Die Zuflüsse des Vereins beliefen sich mit Spenden im Bethause und einem Legate des Hrn. Lö bl pr. 80 fl. auf 1729fl. 25kr., die Ansgaben auf 213 fl. 43kr., Stipendien wurden zur Aufmunterung, an 18 Individuen — darunter 5 hiesige weibliche Waisen — so wie Vergütungen an ihre Lehrmeister bezahlt. Die Lehrlinge zugleich gekleidet. Für Neligions- und Wiederholungsschule hatte die Gemeinde bereits Sorge getragen; der für Handwerker so nothwendige Zeichnenunterricht — dessen Bedürsniß der Gesammtausschuß einstimmig anerkannte — wurde auf Antrag des Herrn Goldschmidt ins Leben gerufen. Mit gewohnter Thätigkeit und seltener Energie wußte der Herr Antragsteller, durch Fach- und Sachkenntuiß unterstützt, binnen Kurzem unter verhaltnißmäßig geringen Kosten eine Zeichnen- und Modellirschule für 60 Handwerker einzurichten, und zwar nach Muster der ausgezeichneten Kopir- Anstalt des N.-O.Gewerbvereins, dessen dankbar anerkannte Unterstützung durch seine Verwendung erfolgte. Die Oberleitung derselben übernahm Herr Goldschmidt selbst. Die angeschafften reichlichen Originalien und Vorlagen mehrte Herr M. H. Beer durch Holz- und Gypsmodelle und Herr vr. L. A. Frankl durch das Prachtwerk einer Blumen- und Thierschule. Binnen wenigen Monaten waren alle Plätze von jüdischen Gewerbsbeflissenen besetzt. Der mühevollen Verwendung des Gesammtausschusses gelang es schon im nächsten Jahre, viele Lehrlinge — deren 92 die Sonntagsschule besuchten — ohne Bezahlung von Lehrgeldern unterzubringen, wobei zumeist der rastlos thätige Herr Goldschmidt die Auffindung der Lehrmeister persönlich besorgte. Die Zahl der Theilnehmer stieg im Jahre 1842 auf