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Ost und West · 1901-08-01 · Heft 8 (August 1901) · p. Seite 599 - 600

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Journal
Ost und West
Volume
1 (1901)
Issue
Heft 8 (August 1901)
Article
Stiftshütte, Tempel- und Synagogenbauten
Date
1901-08-01
Page
Seite 599 - 600 (sequence 4)
Language
German
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599 Professor Dr. D.' Joseph: Stiftshütte, Tempel- und Synagogenbauten. 600 zu errichten, doch erhielt er durch den Propheten Jonathan die Weisving des Herrn, von seinem Vorhaben zurückzustehen, da sein Sohn Salomon hierzu ausersehen sei. Die göttliche Bestimmung behinderte somit den König David, den Bau selbst vorzunehmen, doch liess er sich nicht abhalten, möglichst viel Baumaterialien herbeizuschaffen und den Tempelschatz behufs Neubaues des Gotteshauses zu vermehren, ja selbst den vollkommenen Bauplan konnte er seinem Sohne überreichen.5) Die Bestrebungen des Königs selbst wurden durch die Schenkungen der Stammesfürsten und des Volkes aufs kräftigste unterstützt. Auch war es wiederum David, der selbst den Platz für den Neubau bestimmte.6) Es war dies der Hügel an der Nordseite der Davidstadt, der später mit dem Namen Zion belegt wurde. Nach dem Regierungsantritt Salomo's war es dessen erste Aufgabe, den Tempelbau nach den Intentionen seines Vaters in die Wege zu leiten. Er setzte sich mit dem Könige von Tyrus, Hiram, in Verbindung und schloss mit ihm Lieferungsverträge hinsichtlich der Sendung von Künstlern 5) I. Par. 22, 14; 29, 2-9. 6) I. Par. 22, 1. Fig. 7* Der Priestervorhof im Salomonischen Tempel. die bis dahin noch im Besitze der Juden befindliche heilige Lade in die Hände der Philister, die sie nacheinander in Asdod, Gath und Akaron beherbergten, bis sie endlich wieder nach Juda u. z. nach Beth-Semes, dann nach Kirjath- Jearim zu Aminadab kam. Zu den Zeiten Saul's sehen wir die heilige Lade in Nobe, unter SaJomon in Gibeon, das mit Nobe vielleicht identisch ist; schliesslich wird das Heiligtum in den neuerbauten Tempel überführt. Ueber das fernere Verbleiben der Lade sind wir nicht mehr authentisch unterrichtet. Der Tempel Salomonis.4) Schon König David hatte sich mit dem Gedanken getragen, dem Gotte, der ihm so oft zum Siege verholfen hatte, ein würdiges Gotteshaus 4) Aus der reichhaltigen neueren Litteratur hebe ich hervor: Ewald, Geschichte des Volkes Israel, III, S. 28 ff. — Kunstblatt, 1S48. — Otto Thenius, Das vorexilische Jerusalem und dessen Tempel, Leipzig 1849. — Ders., Die Bücher der Konige, Leipzig 1848. — De Saulcy, Histoire de Tart judaique, 1858. — G. Unruh, Das alte Jerusalem und seine Bauten, Langensalza 1861. — Comte Melchior de Vogüe, Le tempte de Jerusalem, Paris 1864. — Die noch anzuziehenden Arbeiten von Perrot et Chipiez, Kolbe und Odilo Wolff.

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