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Ost und West · 1901-08-01 · Heft 8 (August 1901) · p. Seite 597 - 598

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Journal
Ost und West
Volume
1 (1901)
Issue
Heft 8 (August 1901)
Article
Stiftshütte, Tempel- und Synagogenbauten
Date
1901-08-01
Page
Seite 597 - 598 (sequence 3)
Language
German
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597 Professor Dr D. Joseph: Stiftshütte, Tempel- und Sj-nagogenbauten. 598 NORD WEST: Figv 6. Grunclriss der Gesamtlag-e der Salomonischen Tempolbaulichkeiten am Berge Moria z:\ Jerusalem. Nässe und vollendeten so den phantastischen Aufbau, bei dem zwar nicht von Architektur die Rede sein kann, der aber gleichwohl eines gewissen künstlerischen Reizes nicht entbehrte. Im Vorhofe selbst war das eherne Waschbecken und der Brandopferaltar aufgestellt. Was uns bei der ganzen Anlage im ersten Moment in Erstaunen setzt, sind die geringen Dimensionen, doch ist dabei zu bedenken, dass das Volk selbst bekanntlich, ähnlich wie bei dem ägyptischen Allerheiligsten des Tempels, in das Zelt keinen Einlass fand. Unser Bild (Fig. 4) gewährt uns den Blick auf die rekonstruierte Innenansicht mit dem goldenen Leuchter, dem Räucheraltar, den Schaubrottischen und dem dahinter befindlichen Teppich. Auch über die Art des Transportes werden wir im einzelnen unterrichtet. Die Levitenstämme der Katrethiten, Gersoniten und Merarier waren mit der jedesmaligen Weiterbeförderung des heiligen Zeltes beauftragt, das eigentliche Konstruktionsmaterial wurde auf Wagen geladen, die samt den vorgespannten Rindern von den Stammesfürsten zu stellen waren. Während der Zeit der Richter befindet sich das Zelt in Silo, doch war bereits in dieser Periode mit demselben eine Wandlung insofern vorgegangen, als das Zelt seinen leicht transportablen Charakter verloren hatte und als feste Stätte der gottesdienstlichen Andacht erscheint. Wir erfahren nämlich von dem Heiligtum, dass dasselbe von unten ein Bau von Stein war. Wir hätten demnach also Silo als die Stätte des ersten stabilen jüdischen Gotteshauses anzusehen,, vertrauend auf die Mischnasteile und einige ändere Angaben.3) Erst zu Ende der Richterzelt fällt;)) Misclrna Sebachim 14, 6; I. Könige 1; Richter 18, 31.

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