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Ost und West · 1901-04-01 · Heft 4 (April 1901) · p. Seite 281 - 282

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ost und West
Volume
1 (1901)
Issue
Heft 4 (April 1901)
Article
Synagogale Kunst
Date
1901-04-01
Page
Seite 281 - 282 (sequence 4)
Language
German
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281 Binjamin Segel: Synagogale Kunst. 282 Der beinahe ganz aus Lärchenholz aufgeführte Bau besteht aus einem Mittelschiff, welches mit einem steilen Dach versehen ist, und an welches sich mehrere kleinere in gleichem Stil gehaltene Nebenbauten anschmiegen. Diese Nebenbauten dienen ebenfalls kultlichen oder Gemeindezwecken, manche enthalten kleine Nebensynagogen oder die Gemeindekanzlei, eine „Lernstube", der obere Teil eines derselben dient als Frauengallerie. Besonders augenfällig sind die beiden wie Eckentürme aussehenden Nebengebäude an der Front, zwischen denen ein Vorbau mit Balustrade sich einschiebt. Mittelschiff mit zwei oder mehreren Nebenbauten — das scheint die Grundform dieser alten Holzsynagogen zu sein, von der es nur wenige Ausnahmen giebt. Meist haben zwei dieser Nebenbauten turmartiges Aussehen und stehen, gleichsam Wache haltend, zu beiden Seiten der Front. Das steile, spitz zulaufende Dach ist bisweilen doppel- oder auch dreischlächtio*. Es wurde offenbar grosses Gewicht darauf gelegt, dass das Gotteshaus möglichst hoch aussehe, entsprechend dem alten Lehrsatz, wonach die Synagoge alle profanen Gebäude der Stadt überragen solle. Ein sehr schönes Muster dieser Art bietet die Synagoge zuPohrebyszcze unweit Berdyczew (Gouv. Kijew). Diese vier übereinander sich türmenden Dächer, mit den zwei Seitentürmchen an der Front, verleihen dem Gebäude ein originelles und imponierendes Aussehen. Von diesem allgemeinen Typus weicht die Synagoge von Lutomiersk (Gouv. Pjotrkow) ab. Hier finden wir weder die Nebenbauten, welche sich an das Hauptschiff zu verschiedenen Seiten anschmiegen, noch die so charakteristischen Eckentürmchen. Auch hat diese Synagoge eine längliche Form. Die Front befindet sich an der Schmalseite und.bildet einen richtigen Portikus, ^^^^Laifl ^h^ -^V—H; ■ Heil ge Lade in der Synagoge zu Tabludow. Heilige Lade in der Synagoge zu Pohrebyszcze.

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