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Ost und West · 1921-09-01 · Heft 9-10 (September-Oktober 1921) · p. Seite 263 - 264

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ost und West
Volume
21 (1921)
Issue
Heft 9-10 (September-Oktober 1921)
Article
Die zweite Ausstellung in der Kunstsammlung der jüdischen Gemeinde zu Berlin
Date
1921-09-01
Page
Seite 263 - 264 (sequence 7)
Language
German
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263 Die zweite Ausstellung in der Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin 264 kränz der hebräische Psalmvers 92,15, in dem die Jahreszahl punktiert angegeben ist. Die Rückseite stellt den vorderen Teil des Inneren der Schützen* Straßensynagoge dar. Am größten im Umfange tritt uns das Bronze* gußmedaillon Nr. 164 für Wiimersdörffer mit den Brustbildern des Jubelpaares entgegen* Wenn ich richtig informiert bin, ist das Stück in diesem Ausmaße ein Unikum. Wir besitzen außer* dem eine kleinere Ausfertigung in Silber und Bronze. Exemplare letzterer Art wurden seiner* zeit von der Familie verteilt. Brustbilder der Feiernden tragen übrigens nicht nur die Medaillen für das Ehepaar Wilmers* dörffer, sondern auch die für Mauthner v. Markhof, v. Lenval und Dr. Hirsch. III. S y n a g o ge n , Schulen, Stiftungen. 167. Synagoge in Bordeaux, 1810. B. 168—169. Synagogen in München, 1826 (Medailleur: I. W. Loewenbach), 1887. S. 170. Wiener: Synagoge in Maastricht, 1841 (1840). K. 171. Synagoge der isr. Religionsgesellschaft in Frankfurt a. M., 1852. S. 172—173. I. Wiener: Synagoge in Cöln, 1861. S., B. 174. Synagoge in Pribram (Böhmen), 1875. Z. 175. Portugiesisch*israelitische Synagoge in Amster* dam zum 200jährigen Jubiläum, 1875. B. 176. Synagoge in Vercelli, 1878. B. 177. Synagoge in Teplitz, 1882. Z. 178—179. Synagoge der isr. Gemeinde in Frank* furt a. M., 1882 Z., 1901 S. 180. N. Sternberg: Synagoge in Galatz, 1896. S. 181. Synagoge in Szeged, 1903. Neugold. — 182. Wilhelmsschule in Breslau, 1791. S. 183—184. Hebräische Nationalschule in Birming* harn, 1843. B., vergoldet. B. 185. Realschüler der isr. Religionsgesellschaft in Frankfurt a. M., 1899. S. 186—187. L. Horovitz: Realschule „Philanthropin" in Frankfurt a. M., 1904 zum 100 jährigen Jubiläum. S., B. 188. Lämelschule in Jerusalem. B. — 189. Isr. Vorschußinstitut in Hamburg, 1841 zum 25 jährigen Jubiläum. S. 190. [Wiener]: Isr. Alterversorgungshaus im Haag, 1841. K. 191. I. Elion: Isr. Knabenwaisenhaus in Amsterdam, 1865. B. 192. Stern: Societe I. R. Pereire in Paris, 1878. B. 193. Stiftung N. Montefiore in Paris, 1881. S. 194. Deutsch*isr. Reichswaisenhaus in Dietz a. d. Lahn, 1892. A. Wir kommen nunmehr zur dritten Medaillen* abteilung, die den Gebäuden und Instituten ge* widmet ist. In erster Reihe stehen die Synagogen* medaillen. Die ausgestellten Stücke wurden sämtlich aus Anlaß von Einweihungen geprägt und bieten die Bilder der Synagogen. Nur Nr. 175 (Amsterdam) ist eine Jubiläumsmedaille und ist ebenso wie Nr. 167 (Bordeaux) ohne Synagogenbild. Deutschland, Böhmen, Ungarn, Italien (Vercelli Nr. 176: Abb. 6) und Rumänien sind vertreten Von deutschen Synagogen sieht man die in München, Frankfurt a. M. und Köln. Berlin sucht man ver* gebens trotz der vielen großen Synagogen, die hier in den letzten Jahrzehnten errichtet wurden. Eine Wiener Synagoge haben wir oben auf der Medaille für Fleischer (Nr. 89) kennengelernt. Während es sich bei den Synagogen in München (Nr. 168—169) um zwei völlige Neu* bauten auf verschiedenen Plätzen handelt, ist bei der Gemeindesynagoge auf dem Börneplatz in Frankfurt a. M. (Nr. 178-179)' der Bau von 1901 nur eine Vergrößerung des früheren vom Jahre 1882. Von der Synagoge der Religions* gesellschaft in der Schützenstraße (Nr. 171) ist wie von allen anderen Synagogen nur das Äußere dargestellt. Das Innere sahen wir bereits auf der Medaille Nr. 165 zu Rothschilds goldener Hochzeit. Nur die Medaille für Cöln repräsentiert sowohl das Äußere (Nr. 172: Abb. 7) wie das Innere des Gotteshauses (Nr. 173). Auf die Oppenheimersche Stiftung weist der hebräische Text im rechten und linken Abschnitte der Rückseite hin: „Es baute Abraham Oppenheim das Gotteshaus für die Ge* meinde Cöln und man weihte es am 23. Elul 5621 ein. Gott gedenke es ihm zum Guten." Die Synagoge in Maastricht (Holland) wurde am 21. August 1840 eingeweiht. Unsere Medaille Nr. 170 stammt jedoch erst aus dem Jahre 1841, als man den Philanthropen M. J. van Gigch anläßlich der Einweihung des von ihm gestifteten israelitischen Alterversorgungshauses im Haag feierte. Die nächsten Medaillen dienen dem Gedächtnis der Schulanstalten. Im Jahre ihrer Gründung haben nur die jüdischen Schulen in Breslau und Birmingham Medaillen herstellen lassen. Die Einweihung der Kgl. Wilhelmsschule in Breslau fand am 15. März 1791 mit großer Feierlichkeit statt. Auf der Medaille Nr. 182 „Stiftung der jüdischen Wilhelms*Schule zu Breslau" erblickt man als Symbol der Schule einen Baumstamm mit ge* pfropftem Zweige, über diesem liest man: „vom Grafen Hoym veredelt". Dem Grafen Karl v. Hoym, der als Minister an der Spitze der Schlesischen Regierung stand, ist die neue Breslauer Juden* Verfassung des Jahres 1790 zu danken, deren § 13 die Einrichtung einer Schule anordnete. Hoym hat auch weiterhin die Anstalt patronisiert und an ihrem Aufblühen mitgewirkt. Die Schule wurde 1791 im Gemeindehause der Grauperstraße unter*

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