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Ost und West · 1921-05-01 · Heft 5-6 (Mai-Juni 1921) · p. Seite 157 - 158

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Journal
Ost und West
Volume
21 (1921)
Issue
Heft 5-6 (Mai-Juni 1921)
Article
Die zweite Ausstellung in der Kunstsammlung der jüdischen Gemeinde zu Berlin
Date
1921-05-01
Page
Seite 157 - 158 (sequence 8)
Language
German
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157 Die zweite Ausstellung in der Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin 158 "»in (wehe) lesen zu lassen. Das Datum des 27. Elul steht richtig auf beiden Stempeln (hlbü "]"', nicht hhm 'i). Die Veröffentlichung der Medaille hat übrigens noch ein Nachspiel gehabt. Nach der Entscheid dung des Toledaner Rabbiners Ascher ben Jechiel (Schulchan Aruch Jore Dea 141,7) ist es zulässig, Reliefdarstellungen von Menschen anzufertigen oder aufzubewahren, wenn nicht die volle Menschens: gestalt, sondern nur Teile, Köpfe, Brustbilder u. dergl. wiedergegeben werden. Dem entsprach auch der Brauch in Polen, wie dies der Glossator des Schulchan Aruch, der Krakauer Rabbiner Moses Isseries, konstatiert. Die Teildarstellung trifft nun auf die Medaille Elasars zu, auf der er nur bis zum Arme porträtiert ist. Aber es fehlt nicht an gewichtigen rabbinischen Autoritäten, die selbst eine solche unvollständige Wiedergabe der Menschen* gestalt in hervortretender Figur verpönen. Jedenfalls hat die Medaille Elasars wegen ihres Reliefs zur Zeit Aufsehen erregt, und Jakob Emden, der von seinem Vater, dem Amsterdamer Rabbiner Zewi Aschkenasi (1710—1714), erzählt, daß dieser sich nicht einmal malen lassen wollte, hat in seinen Responsen I Nr. 170 die Medaille wegen der Ab? bildung scharf angegriffen. Zu Elasars Entschuldig gung führt er an, daß dieser von der Herstellung der Medaille sicherlich vorher nichts gewußt habe. Emden teilt auch mit, daß die Amsterdamer christliche Behörde kurzer Hand verboten habe, die Medaille in den Verkehr zu bringen. Ob er richtig berichtet war, steht dahin. Das Verbot könnte nur erlassen worden sein, wenn der Un* wille über die Medaille so allgemein war, daß Zwistigkeiten entständen, auf welche der Amster* damer Rat von selber aufmerksam wurde. Die An* nähme, daß der Rabbi das Einschreiten verlangte, ist ausgeschlossen. Das wäre gegen das jüdische Verbot gewesen, die Einmischung christlicher Be* hörden zu veranlassen. Oder hat sich einer der beleidigten Nullen an den Rat gewandt? Dann würde das Verbot mit der religiösen Frage der Reliefdarstellung garnichts zu tun gehabt haben. Immerhin besitzen wir infolge der Prägung der Medaille ein charakteristisches Bild des Rabbi und ein eigenartiges historisches Dokument. Das in Brody angefertigte Porträt ist verloren gegangen. An ihm bestätigt sich die wiederholt gemachte Er* fahrung, daß Bilder vergehen, aberMedaillenbestehen. Uber 100 Jahre verflossen, bis wieder ein Rabbiner durch eine Medaille geehrt wurde. Es war erst 1842 der Fall. Wichtig ist die Feststellung,. £ OdOlf von köstlichem Qeschmack und unerreichter antiseptischer HJOirkung, sehr ausgiebig und sparsam, wird wundervoll ergänzt durch die OD OL-ZAHN PASTA, die zur mechanischen Reinigung der Zähne außerordentlich geeignet ist. Heben der überaus feinkörnigen fteschaffenheit ist der eigenartige und aparte Qeschmack und Qeruch besonders hervorzuheben.

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