Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 21 (1921)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar-Februar 1921)
- Article
- Aus den Wundergärten der Aggada
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 49 - 50 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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49 Aus den Wundergärten der Aggada 5a flohene Seele abermals dem entseelen Leib ein und hält Gericht über beide. 'Wie es im 50. Psalm' heißt: „Er ruft zum Himmel hoch oben und zur Erde, damit beide mit ihm richten/' ,,Er ruft zum Himmel" — darunter ist die Seele zu verstehen; „und zur Erde" — damit ist der Körper gemeint. * Einen Lohn für die guten Taten gibt es auf dieser Weit nicht. * Die jenseitige Welt ist nicht wie die diesseitige. Im Jenseits gibt es weder Essen noch Trinken, noch Fortpflanzung, noch Handel und Wandel, weder Neid, noch Haß, noch Eifersucht, sondern die Oerechten sitzen da mit Strahlenkronen um die Häupter und weiden ihre Augen am Anblick der Schechina.; * War einmal-ein König, der dang Arbeiter für ein Werk. Während der Arbeit faßte der König einen von ihnen unter den Arm und lustwandelte lange Zeit mit ihm hin und her. Abends fanden sich die Arbeiter ein, um ihren Tageslohn in Empfang zu nehmen. Auch jener Arbeiter, der mit dem König lustwandelte, war unter ihnen. Kann etwa der König zu ihm sagen: „Du hast nur zwei Stunden mit ihnen zusammen gearbeitet, hier hast du deinen Lohn für die zwei Stunden"? Da könnte der Arbeiter erwidern: „Wenn du mich nicht von der Arbeit abgezogen hättest, damit ich mit dir lustwandle, würde ich mir viel mehr verdient haben." Wenn einer sich zwanzig Jahre lang mit der Thora und guten Taten abgemüht hatte und dann starb, 'kann er zu Gott sprechen: „Hättest du mich nicht von dieser Welt abberufen, washätte ich nicht alles geleistet im Leben!" * Rabh Joseph, der Schwestersohn des Rabbi Josua ben Levi, erkrankte schwer und war dem Tode nahe. Seine Seele schwang sich in den Himmel empor. Als er wieder zu sich kam, fragte ih'n Abbaje: „Was hast du dort gesehen?" — „Eine verkehrte Welt hab ich gesehen: die hienieden hoch oben thronen, sind dort ganz unten, und die hier tief unten wohnen, stehen droben ganz hoch." — „Du hast die richtige Welt gesehen, mein Sohn", sagte Abbaje zu 'ihm. * Rabbi Jonathan sagte: Der böse Trieb verführt den Menschen im Diesseits und zeugt gegen ihn vor Gott in der anderen Welt. ® E) @ IL O d o 1, das einzig dastehende Zahnpflegemittel, verfolgt denZweck, die Mundhöhle 2 u desinfizieren und gesund* heitsschädliche Keime zu beseitigen. Will man daneben die mechanische Reinigung der Zähne noch fördern, sover* wende man die Odol-Zahftpasta, die infolge ihres Gehaltes an heilsamen, dabei aber unschädlichen Salzen zahn* steinlösend und desinfizierend wirkt, ohne die Zahnsubstanz zuverletzen. Sie macht dieZähneweiß und glänzend. ■HBBBBBHBHHHBHHHBHBHHBa^