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Ost und West · 1918-10-01 · Heft 10 (Oktober 1918) · p. Seite 351 - 352

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Journal
Ost und West
Volume
18 (1918)
Issue
Heft 10 (Oktober 1918)
Article
Erziehung zur frohmütigen Kraft
Date
1918-10-01
Page
Seite 351 - 352 (sequence 9)
Language
German
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351 Der Silberschatz der Zülzer Judengemeinde. 352 Abb. 22 am Rüsttage zum Neujahrsfeste 572 18. September 1811 überreicht. Die Inschrift lautet:; (nro r.x? =) n b"? o-Sra hwy rva rrn b"\ asr oMn D"a St*» 'd (wx cy =) a"ypn my P"dS Abb. 21 und 22. Silberne K amn e nebst dazugehörigem (?) silbernejtti Becken. Beide Stücke waren früher wohl das Eigentum eines Herrn C. L. v. B., über den noch' näheres zu ermitteln wäre, und blieben wahrscheinlich als uneingelöste Pfänder in den Händen eines Gläubigers, der sie als Weihegeschenk der Synagoge überwies und etwa zum Händewaschen vor dem Priestersegen bestimmte. Die Kanne zeigt als Meisterzeichen die Buchstaben T R oder T K in ovalem Schilde und ein Kleeblatt (?) mit drei Punkten darunter. Das Becken trägt als Meisterzeichen eine Weintraube und darunter eine Pflanze. Ueber beide Meisterzeichen wäre näheres noch festzustellen. Das Becken weist außerdem das Kriegsstem'pelzeiehen aus dem Jahre 1809 auf. Wenn Üie Lesung TiK richtig wäre, könnte man an Thomas Kuntze*) denken, der 1657 in Schönbankwitz geboren und am 19./20. Juli 1724 gestorben ist. Großes kupfernes Waschbecken im Vorraum an der Tür zum Eingang in die Synagoge zum Händewasehen, für die eintretenden Beter. Nach der Inschrift ist es1 1843 aus dem Ueberzug der Tische, auf denen die Mazzoth seit 1824 angefertigt wurden, umgearbeitet und seinerzeit vom (Vorsteher Samuel Bruck als Weiheges'chenk der Gemeinde überwiesen worden. *) Hintze S. 107. a*u -irr« nraen nany^ nmbv ^dvü rwv* n:&2 p"p unbnpn o"ia b"aw pro S,,,iT »o a-un ivan nzy: fnaxbo1? -ny p'itn p« byi pMoS rpn P*bV jnn päd ian n?n Ueber Gella, die Frau Samuel Brucks, vgl. weiter zu Abb. 27. F. Büchsen und Schälchen. Abb. 23. Silberne G e W ü r z b ü c h s e in zierlicher Filigranarbeit für den Schlußsegen am Ausgang des Sabbats. Der Träger des Meisterzeichens' P P wäre noch zu ermitteln. Abb. 24. Silberne Sammelbüchse mit eingezeichneten Beerdigungssymbolen (Spaten, Säge, Hacke) und einem eingezeichneten Friedhofsbild. Die Zahl N"Jn 451 oder 1691 weist auf das Jahr der Anfertigung oder Ueber'weisung an die Gemeinde hin. Sie diente zweifellos zum Einsammeln von Almosen bei Beerdigungen. Angaben über den Meister usw. sind nicht vorhanden. Abb. 25 und 26. Zwei silberne Sammelbüchsen, die sich in: den Ornamenten am unteren Rande und am Deckel etwas unterscheiden. Sie dienten zum Einsammeln von Almosen bei Familienfesten und derartigen Anlässen. Der Ertrag gehörte wohl immer dem Verein, der die Befugnis1 hatte, die Büchsen aufstellen oder herumreichen zu lassen. Beide sind nach dem Meisterzeichen von David Gottlieb Raudner, der in Breslau 1793—1845 als Silberschmied tätig war, angefertigt*). Abb. 27. Silbernes Schälchen, einst im Jahre 1660 Eigentum des Johann Gurec'zki von Kornitz, Es trägt als Meisterzeichen zwei Zacken in einem ovalen Schilde und außerdem das KriegSistempelzeichen aus dem Jahre 1809. Der Synagoge wurde es von Frau Gella, der Gattin des R. Samuel Bruck überwiesen. Vermutlich ist es als uneinge- *) Vgl. die Bemerk, zu Abb. 5, S. 344, Abb. 23

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