Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 18 (1918)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1918)
- Article
- Erziehung zur frohmütigen Kraft
- Date
- 1918-10-01
- Page
- Seite 349 - 350 (sequence 8)
- Language
- German
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349 Der Silberschatz der Zülzer Judengemeinde. 350 Abb. 2D b"t Dpio dtd« 'n rn»na o^n m (rou nw —) y» msan nn otpb mu w« oy 'b rm S"i biayo Die Beschau- und Meisterzeichen sind nicht deutlich erkennbar. Der Stempelmeisterbuchstabe R in rundem Schilde weist auf Gottlieb Traugott Wiedemeyer hin, der in Breslau geboren, hier 1792—1797 bei Wem eck gelernt hat, am 9. November 1803 Meister und zwei Tage später Bürger geworden ist, sich am 24. Januar 1804 verheiratet hat und 1834—1839 ältester Stempelmeister gewesen ist.*) Abb. 17. Zwei dreiar'rnijge silberne Leuchter für das Vorbeter-Pult. Der Stempelmeisterbuchstabe weist auf Friedrich August Zimmermann*) hin, der von 1849—1861 Stempelmeister gewesen und am 10. August 1878 gen starben ist. Neben seinem Stempel erscheinen; häufig Firmenstempel von Goldarbeitern, die den Verkauf seiner Arbeiten besorgten. Im vorliegenden Fall ist sehr wahrscheinlich Carl Friedrich ['K]]jor[ok] •der betreffende Vermittler gewesen.**) Zwei messingene Armleuchter sind an der Nordwanld der Synagoge angebracht. Die Brüder Jacob und Samuel, Söhne R. Abrahams Waldmann, haben sie, wie die Inschrift berichtet, am1 Mittwoch, dem Rüsttage zum Peßachfeste 583 26. März 1823 gespendet. Die Inschrift lautet: (rou r.**r =) 3"? vn«i apjr '3 ■DiVDK Y3 SxiÖtT '3 *) Hintze S. 21. *) Hintze S. 21. **) Mitt. des Herrn Komm.-Rat Pinkus vom 9. IX. 18. S. die Bemerkungen zu den Abb, 6 und 11. |K3lW o"y n dv j"D p"n nw P"dS E. Kelche, Kannen und Becher. Abb. 18. Silberner Kelch, in Breslau angefertigt. Das aus drei Buchstaben bestehende Meisterzeichen ist durch Abnutzung unlesbar geworden. In den Besitz der Gemeinde kam der Kelch 1813 als Weihegeschenk Itzig Leipzigers und seiner Frau Malka. Die Inschrift lautet: wv"b par« ,yü (m: rw =) ri ,sn hdSö '0 (wk oy —) iry rypn rw Dazu stimmt der Stem'pelmeisterbuchstabe N, der, nach Hintze (S. 21) für die Jahre 1804—1813 in Geltung war. Abb, 19. Silberner B e e h e r in Glockenblumenform. Das Besehauzeichen weist vielleicht auf Wien hin*). Der Meister (G M) wäre festzustellen. Das Stüde trägt das Kriegsstempelzeichen aus dem -Jahre 1809**). Abb. 20. Silberne Kanne mit D eckel, Weihegeschenk R. Asriels Bergls (?) und seiner Frau Eidel; Tochter des R. Chajjim Seeb, der Gemeinde *) Vgl. Rosenberg2 S. 816, Nr. 5072, 5073. **) S. Hintze, S. 22. Abb. 21