Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 18 (1918)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1918)
- Article
- Erziehung zur frohmütigen Kraft
- Date
- 1918-10-01
- Page
- Seite 343 - 344 (sequence 5)
- Language
- German
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343 Der Silberschatz der Zülzer Judengemeinde. 344 Q © <3iA& W w/////////////////////////'/M 1 # \////////////////////%>. A Abb. 12 W c Wörterbuch mit hochdeutscher Uebersetzting 'der einzelnen Worte verdanken*). U e b e r dem Behältnis für die Einschiebetäfeichen steht nämlich die Inschrift: . „. » _ , (!) vp*n "ptwi rat wvn cm:« Tin pacpn rr oiro ri.i 3 und darunter 'TOn nrxpn wan d; Abb. 13 Tb Y"nno 'na bm mo i r pro endlich rechts und links an den Säulen P"eS nwrpn nrnn sreS Danach wurde der Schmuck im Jahre (531 =) 1771 angefertigt. Als Meister nennt sich Carl Gottlieb Gröger aus Breslau, der freilich erst am 28. Juli 1774 als Bürger aufgenommen wurde. Nach der Meister- und Mittelsordnung war er allerdings zur Ausführung der Arbeit noch nicht berechtigt. Aber wir wissen, daß er auch sonst gelegentlich in Konflikt mit 'dieser Ordnung geriet. Er zeichnete C G G in einem Dreipasse. Als Stempelmeisterbuchstabe ist G., d. h. Chr. Beyl (1761 bis 1776) gezeichnet**). Abb. 4. Thora-Behang aus Silber mit Einschiebe-Täfelchen für die Feiertage. Zwei auf Säulen stehende Löwen halten ein Diadem, das die Bundestafeln bekrönt. Die Inschrift rings tun das Kästchen lautet: TÜlb nw BHlpn ^3 -p«n mwn vxh r""ia para 'ib *no n« iypT und besagt, daß Isaak, Sohn *) Vergleiche Zutiz, Gottesdienstliche Vorträge, 1. Aufl. S. 451. Steinschneider, Cat.Bodl Nr. 5743. Zedner, S. 544. Rosenthal 817, Anh. Nr. 1108. **) Vergl. Hintze a. a. O. S. 69. und über Stempelrcieisterbuchst iben a. a. 0. S. 20, des R. J. S. den Schmuck im Jahre 1754 für sich anfertigen ließ, und die Inschrift auf dem angehängten Schild: p"pn rrn p"nS "pp nr p"cS rrypn p»b%3t berichtet, daß er 1812 der Zülzer Kranken - Verpflegiingts - Gesellschaft, die offenbar hier, wie auch sonst bezeugt ist, eine besondere Betstube hielt, angehört hat. Nach dem Stempelmeisterbuchstaben war Ferdinand Christian Krebs (1796—1804) der Meister, dem das Kunstwerk nachträglich zur Beschau vorlag. Meisterzeichen unbestimmt. Abb. 14 Die -Buchstaben F W erinnern an den unglücklich verlaufenen Feldzug gegen die Franzosen, infolgedessen alles vorhandene Edelmetall, das' die Eigentümer nicht einschmelzen lassen wollten, mit 33y3°/o des Wertes besteuert und mit diesem Stempelzeichen versehen wurde*). Abb. 5. Thora-Behang aus Silber, oben die Krone des Gesetzes, in der Mitte die von Säulen eingerahmten Bundestafeln. Als Verfertiger gibt sich durch das Meisterzeichen D GR David Gottlieb Randner in Breslau zu erkennen. Er war ein Sohn des Tuchmachers Samuel Raudner in Sc'hlichtingsheim, erlernte seine Kunst 1781—87 bei seinem Vetter Karl Gottfried Haase und übte sie länger als ein halbes Jahrhundert in Breslau, wo er 1794 das Bürgerrecht erwarb, aus**). Abb. 15 *) HiDtze a. a. O. S. 21 f. 104. **) Näheres über sein Meisterzeichen bei Hintze S. 141. Von ihm Find auch die Sanjmelbüch<!en Abb. 25 und 26,