Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 18 (1918)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1918)
- Article
- Erziehung zur frohmütigen Kraft
- Date
- 1918-10-01
- Page
- Seite 341 - 342 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2583875-2584078-2584085-2606624--17232-2606642- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
341 Der Silberschatz der Zülzer Judengemeinde. 342 wohnten Arbeit, die Beschau- und Meisterzeichen und die Stempelmeisterbuchstaben festzustellen, unterstützt hat. A. Thora-Behänge. Abb. 1. Thora-B ehang aus Silber mit Einschiebetäfeichen für die einzelnen Festtage, lieber den von zwei Löwen gehaltenen Gesetzestafeln schwdbt die Krone des Gesetzes. Die Säulen rechts und links sind mit schönem Blumenwerk bekrönt. Unter den Tafeln ist das Gehäuse für die Täfelchen. Das Ganze ist von gefälligem Blattwerk eingerahmt und am Ende des 17. Jahrhunderts vom Goldschmied Gottfried Vogel, dem Jüngeren, angefertigt, dessen gleichnamiger Vater mit dem Zusatz „der Mittlere" ebenfalls Goldschmied in Breslau gewesen ist. Er wohnte auf der Schmiedebrücke und starb als Zunftältester im 48. Lebensjahre am 14. September 1709*). Er zeichnete G. V. in ovalem Felde. *) Hintze, Erw. Die Breslauer Goldschmiede (Leipzig, Hiersemann, 1906) S. 171. Abb. 7 Abb. 8 Abb. 2. Thora-Behang aus Silber, angefertigt in Breslau. Meisterzeichen unsicher. Die Ausführung ist weniger reich und anmutig als bei dem von Gottfr. Vogel angefertigten Schilde. Er ist auch nur für den Sabbath. bestimmt. Bekrönte, von Säulen mit Blumenwerk eingeschlossene1 Bundestafeln mit Kästchen für die Inschrift darunter kommen auch hier als charakteristische Kennzeichen zur Darstellung. : Abb. 3. und Abb. 8. Thora-B ehang aus Silber, vergoldet, nebst zwei silbernen Thora-Aufsitzen. Das Thora-Schild ist im reich mit Blätter- und Linien- Schmuck verzierten Rokoko - Stil gehalten und weist die üblichen Typen, Krone, Löwe, Säulen und Einschiebekästchen auf. Ganz denselben Charakter tragen die dazu gehörigen Aufsätze. Das Kunstwerk ist eine Spende des R. Abraham Hirsch, Sohnes Nachums und seiner Frau Rahel, Tochter des Gelehrten Loeb Minden. Ich möchte annehmen, daß dieser Loeb Minden der Berliner Grammatiker ist, dem wir das erste hebräische Abb. 9 Abb. 10 Abb. 11