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Ost und West · 1918-09-01 · Heft 9 (September 1918) · p. Seite 305 - 306

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Journal
Ost und West
Volume
18 (1918)
Issue
Heft 9 (September 1918)
Article
Stimmen des Friedens
Date
1918-09-01
Page
Seite 305 - 306 (sequence 3)
Language
German
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305 Stimmendes Friedens. 306 ARTUR MARKOWICZ: Die Trauerrede eines Rabbiners Gottes, seines Willens und;seiner Gebote als das gemeinsame G e s e t z . eines fast in alle Länder der Erde zerstreutenV olkes;." Eingehend und liebevoll schildert danhFoerster die intemaitionaleWirksiainkeit desi Ju-» dentums, „die in Babylon ihren Ursprung nahm und dann seinen Höhepunkt im Mittelalter Europas bei der Begründung der Universitäten in Südfrankreich und in Mittelitalien erreichte". Diese internationale Wirksamkeit des in „umfassender Zerstreuung" lebenden Judentums bestand in „zwei großen Zweigen, einerseits in der Verbreitung einer spezifisch jüdischen Literatur, andererseits in der Vertiefung und Verbreitung der allen Völkern gemeinsamen Wissenschaft". Von den Zweigen dieser Wissenschaft ist es sein Spezialfach, die Himmelskunde, bei der Foerster mit Vorliebe verweilt. Schon Alexander der Große hat auf Rat seines Lehrers Aristoteles die Uebersiedelungder astronomischen Beobachtungsarchive aus Babylon nach Alexandria'angeordnet und gleichzeitig Sorge getragen, daß eine ansehnliche jüdische Kolonie: dorthin übergesiedelt wurde, was für eine intimere ARTUR MARKOWICZ: „AI Chet" (am Versöhnungstagc) Verbindung jüdischer und" griechischer Geisteskultur von höchster Bedeutung ward. Innerhalb der islamitischen Welt „ist es auch das Judentum gewesen, welches mit. seinen pädagogischen Einrichtungen, unter anderm auch durch Uebersetzungen aus dem Griechischen und Hebräischen ins Arabische, die der Menschheit gemeinsame Pflege der aus dem Altertum übernommenen und zuletzt auch noch in Alexandria bis zur mohammedanischen Eroberung kultivierter Mathematik und Naturwissenschaft aufrechterhalten und gefördert hat." In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ragt L e w i . b e n Gerson hervor, den wir nur als Bibel- " erkläret;" und tiefsinnigen Religionsphilosophen kennen, den aber Foerster als' Astronomen! und Konstrukteur würdigt. „Er war auf dem Gebiete von Mathematik und Astronomie von ähnlicher Eigenart und Tiefe, wie Maimonides auf dem der Philosophie und Ethik." Nach einer kurzen ' Skizzierung der Bedeutung Spinozas schildert der Verfasser die direkte und indirekte Wirksamkeit der Juden in der neueren Zeit. Betreffend die Zukunft

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