Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 18 (1918)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar-Februar 1918)
- Article
- Rumänien und seine Juden
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 59 - 60 (sequence 4)
- Language
- German
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59 Rumänien xrad seine Juden. 60 je- Natikcls 7 den B< -lirnmungen des B iiiner Vertragenicht genug: -ei. konine Bismarck als Prä- -id<m d<s Berliner K.-ngrcrSes -ich nicht nachgiebig; r zc^f". Kr h.ute -onst dir Wurde des Kongu>se> preisgegeben -and die £csara:e «ur«»pai>chi* Diplouura.e blamiert. Hatte er die Signatarmächuveranlaß:, vor Rumänien zu kapitulieren. ><» wäre er dem V er dach: au-ge-et/t gewe-n. damit eigennützige Blümzu \ erfolgen, und von dein kleinen, aber vl.iiii.il -> —hon allseitig umworbenen Balkanstaat für 1 hu:-chland Sondennrteile heraus-chlagen zu wollen. Sein Ruf al- ..ehrlicher Makler*" stand auf dem Spiel. Bk ichröd« r rieb -ich im stillen die Hände und sagte -ich. d.ib er mit einem feinen diplomatischen Zug dvti K:e-eii gefügig gemacht harte. Fur-t Garol war svhr ungehalten über diese ilindi-raiMf. die sich ihm eingegentürmtcn. Am 17. November schrieb er an -einen Vater: ..Im Laufe des Monat- Dezember werden -ich die verschiedenen lärt' i n und F r.tkt: >:u n gruppieren und Strüur.g nehmen zu der groben -o/uden Revolution, d: wir. g»ungen durch den Berliner Vertrag. \ >'rut innen werden. I >ie Gr»»bmächte glauben durch daxer/u—r.e Anerkennung un-eivr I n abhäng:..k i: < in« n l>ru k auf da- L.»nd au-zi;üben: darin :rr-r: -i-- ii are-r. und ihr Auftreten ruft l.rbitivrun_ ,-agen da- \u-Iand h-r.or. Di«- luden trag.- wird de-äalb idht traher oder -pater geregelt werden, und un-< rc polui-chen Marin» t erklären offen, dalden /• itpunkt wählen werd n. den -:e für d« :: „^n-tig-;. n halten. iLri'i-:h kannte ich meinen Ilmilub gehend machen: ich.halte eaber rar klug. r. :.:•.;:: zu" drangen, damit die er-te Auf : gaa.. •- r r^'-i!'. «ir«»L*»e Reformen können und -ollen :.: a: ••r/wuiig«-ri werden: namentlich einem :ung> n i-i:al mub m.m Zeit la^-e:?. sich mit d«-n G danken \<-r!r.!'.:: /u ma hen und -leb naeh ieder Seite!d:. a :-7u-jire« hen; « r>t dann sucht man. die Irrtümer zu korrigieren, die Vorurteile vorsichtig zu bekämpfen, und schließlich kommt man dahin, dal nangenehmste mundgerecht zu machen.** Aber der Fürst machte hier nur böse Miene rum guten Spiel. Kr war -eine> endlichen Siegesicher, und je schwieriger der Kampf ihm gemacht wurde, desto glorreicher sollte der Triumph er -cheinen. Nichtwärtihm unwillkommener gewesen. al> wenn in dieser Stunde ein Ausgleich in der Judenfrage erzielt worden und diese von der Bildflüche verschwunden wäre. Seine ganze Aubcii ]*>Iitik hatte fehlgeschlagen, das Kingreifen in den ru--i-ch türkischen Krieg, im Ii runde nichts alein offenbarer Treubruch, der aber Rumänien zu Ruhm und Gröüe tinporführeti sollte, hatte mit der demütigenden Wegnahme Bebarabiens geendet: atzt hatte er sich in Grenzstreitigkeiten mit Bul garieii. das hieb eigentlich mit Rubland. eingelassen, die ebenfalls kein gutes Ende verhi beil. Kine feindselige Stimmung gegen ihn regte sich im Lande und wuchs immer stärker an. von Kubland riergiscii gefördert. Kr brauchte unbedingt einen Sieg, und zwar einen Sieg über einen mächtigen Feind, von dem dem Lande eine grobe Gefahr drohte. Hatte er Rumänien von einer -olchen Gefahr gerettet. war sein Anseilen wiederhergestellt und aufneue gefe-tigt. Der bequemste Feind, über den er mit geringem Kraftaufwand eira-n glänzenden Sieg davontragen konnte, waren d:- Juden mit ihrer Judenfrage. Zu dem Zweck mabte die judenfrage in- I nendlirhe kompliziert und aufgebauscht, vor dein ganzen Lande aleine unheimliche, gefährliche Macht hinge-tellt werden. ::.:: der alle Gr«ibmächte Europaim geheimen Bunde standen. Blieb I-ür-i Garol in die-em un ichen Kamp!«- Siegt-i. s:j war er iin ruhmbekrän/ ■-- Heid. Halte -:> ]i die Judenfrage in; iner -imnlen. :«ro-ai>chen \*er-tändigung aufgelö-t. d«-r li;r-t v.arc um seinen- Ximbtigekommen. LIX NEUER FREUND. Inzv.i- Lea ••is:;»nd d«-n rumani-chen Juden ein .neruarteter K i. her in d»-r Ters«*:! d - - Graten .-'chuw .uow. D •e-<-r ru--i-<:he Diplomat ><:bi< kt» -i'.li an. Rum .rn;-n grau-ain zu züchtig eil. Weil ei-n Beri::;*: Vertrag ni< hl buch-t.d;]i ch ertuUen v...!l:e." Dar eine merkwürdig»- <i e-chicht-. Wiv..r v. i L--en. war« n ru--i-<!a Agenten in Kuinaui n an!.t--ig tatig. um daöffentliche .Meinung g-g digeplant«- lud Ti- •r gleichzeitig plan:»- d :nan7ipati: >n aufznhe:^:. : tt i ru—i-che Biplomatii-. i'e •er-burg gegen difrag wonneiie! "nabiiän: •..»: «ii;-:: -eliwereii S-Mag . Rumänien . rlegte «]• ::. Z.i renr< :. h <1 u \\'-.-g r..: h Buigari-n and n:i(' K->:. uuinoi.ea S huwalow :.. .ichte daher :\; Bu?i ' \ er-ueh--. dt»- r-'ille Aui na,-im: der '■ ngam _ g-:. , c [-.'■ Rum.nten zu b«:.u:/ jti un«I -i» h ::-geheü:. n. < irat» n \ndra —y zu v ers"andig' n. Ruinär.:; :<>: ]• r Karte verschwind--: i ri Ii—en. l.r w.w >■ rei* f 1 [•c- W'aire hei unter da- I'r.^ka.rat < » -ter;.- a I":; _.j rn- /u --»Hen. B. bar.d f. n n i: der Moldau u: <i; l>-.b:ud-a.. \T-u:.. ' zu » ina-ni S »nderiar-:« :.- .Ii u:,-"er :a--ih— «':, rhoia-e /; n lachen, un. ♦ ine Bra.-ke n.e h B u!a.tri«-n za -hlag.n v.eih- •.i fhit::.;iohm hin , :»:- le Satrapi- -y a.ti iä' •1: w .rd'a \V..rda r I''an ^ehm -rn. de -i l * '•<■ Rabiand >.-m iar.g-r- ha-e-' Z: l di- H. '-a^ .\><:T a B:dk.tn. ** •/ der \:. d r aaer ,;. n ias!k,tn. " «a-r X:- -1 r Ber;.- K..a..i..;- Lad« d<, j. -erreicht . und Schuwalovv wäre als -ein grobiei Staatsmann gefeiert worden. Natürlich bedurtte e>. auber d« r Beihilfe «>e-terreich I ngarn-. auch der /u-:imnumg der Grobmächte zu einer sollten Vei g.wahigung Rumänien- und emu!>.- ein triftiger Vorwand gefunden werden. die«a-n kaum «r-t ge -JudKnen Staat seiner l'nabhäugigkeit und -eine-!j».t-einzu berauben. Dab Rumänien >ich beharr h w eigerte, die Bedingungen de* Brlincr \ er "ragezu erfüllen, da- -ollte tlie>en \"«»rwand bilden! Wir wi-s<n. dab Rubland <lie-e IM.nie. Ru ::-.mien zu teilen, noch Monate später immr Mit Wirkung ehrgeiziger Bojaren verfolgte. \lv r jetzt -r-chien dic--er i'Ian dem Grafen Amira-s\ viel zu a*> riteuerlich. auch hatteer in d< n Grcnz-n l n garn- Rumänen genug; nun denen er nicht fertig werden konnte, und \er-puite kein Bedürfm-. -ich auch mu h mit d r Walachei zu bela-ten. Dagegen v.arb er un« rmüdlitäi tun Rumänien- F reund-chatt _:.d konnte e- -ich nicht vertagen, s» itiein phanta Millen und unieniehnumg-hi-tigen Kollegen an der N v.a den Dien-: zu erwei-en. die Kunde von de-sen : Linen -acht«- in die O ff, ntlicbk« it durchvefc. rn /u I.i-- n. So erfuhr Bukare-t. Was man in l'e - r-burg gegen e~ ini S< bilde tühnia und wit Ii aigen , 'täiii'n. -Ttf. nun \on n:--l-» bei Seit« . :."fa rhan 1 di- RiaiMn-n /um Wider-rand gegen «ftv * .dr.en .in/ip.i"- >n .iuf-*.t< h< lte. ean ,ie niit der