Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 13 (1913)
- Issue
- Heft 9 (September 1913)
- Article
- Die Fruchtbarkeit der Juden
- Date
- 1913-09-01
- Page
- Seite 693 - 694 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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693 Dr. H. Hoppe. Königsberg i. Pf.: Die Fruchtbarkeit der Juden. 694 In Hessen trafen (Zschr. Dem. 1912. 113) auf je 1000 Personen der Juden Ges.-Bev. Evang. Kathol. 1866/70 . . 31,75 37,36 36,57 40,04 1871/75 . . 32,76 38,88 37,92 41,98 1876/80 . . 31,68 37,46 36,10 41,00 1881/85 . . 26,35 33,48 32,48 36,41 1886/90 . . 24,05 32,39 31,41 35,39 1891/95 . . 22,65 33,08 31,91 36,55 1896/1900 . 19,88 33,99 32,55 36,87 1901/05 . . 18,66 33,36 35,49 35,37 1906/10 . . 19,17 30,33 29,23 33,59 1909 .... 18,84 29,73 28,42 33,15 1910 . . . . 17,69 28,07 27,05 30,65 Die Dii'i'erenz gegen die Gesamtbevölkerung, die 1866/70 nur 5,6 betrug, war bis 1906/10 auf 11,2, also auf das doppelte, gestiegen, 1910 auf 11.5. In Bade n , wo erst seit 1908 Nachweisungen über die Konfession der Geborenen bestehen, war (Zschr. Dem. 1912, 118) die Geburtenrate der ' Juden Ges.-Bev. 1908 ............ 22,65 33,2 1909 ............ 18.99 31,7 1910............ 20,46 30,5 Wie \ e^schieden in uen einzelnen Provinzen Preussens schon zu einer Zeit, als die Geburtenhäufigkeit bei den Juden noch verhältnismässig günstig war, diese in den einzelnen Provinzen Preussens sich gestaltete, ergibt folgende Zusammenstellung von Wassermann (Zschr. Dem. 1910, 69 u. 70) nach den Angaben von Bergmanns. Reg.-Bezirk bzw. Geburten auf 1000 Juden Provinz im Durchschnitt von 1824/73 Posen......... 35,1 Bromberg....... 35,6 Marien werder...... 37,0 Danzig......... 33,4 Oppeln......... 46,0 Pommern....... 36,4 Ostpreussen...... 34,1 Berlin......... 27,9 Ges, östl. Provinzen . . . 35,3 Westfalen........ 30.1 Rheinland ....... 3L2 Preuss. Staat...... 34,7 Besonders gering \vuauch schon damals im Verhältnis die Geburtenhäufigkeit in Berlin. Seitdem hat sie auch hier noch wesentlich abgenommen. Sie betrug (Ib. Stat. Stadt Berlin. Jg. 29, u. Zschr. Dem. 1906, 47; 1907, 172: Ruppin, Juden der Gegenwart, 69) auf je 1000 Juden Christen 1904 ............. 17,02 27,36 1905 ............. 17,73 25,54 1906 ............. 17,64 25,60 In Charlottenburg, wo vorwiegend wohlhabende Juden wohnen, war die Geburtenhäufigkeit bei den Juden 1905 sogar nur 12,7 p. m. gegen 21.9 p. m. bei den Christen bzw. 13,41 gegen 22,01 p. m., wenn die Geburten aus jüdischen Mischehen zur Hälfte den Juden, zur Hälfte den Christen zugezählt werden (Zschr. Dem. 1907, 79), während in Wirklichkeit nur ein Viertel den Juden, drei Viertel aber den Christen zufällt. . In Breslau war die Anzahl der Geburten (Breslauer Stat. B. 20, 1: Zschr. Dem. 1907, Ruppin, 69) auf je 1000 Juden Christen 1905 ............. 13,2 32,3 1906 ............. 15,03 32,02 In Frankfurt a. M. ist die Geburtenhäufigkeit bei den Juden seitlSSO in folgender Weise (Zschr, Dem. 1910, 158; 1907,62; 1908,77; 1909,36; 1913. 35) herunter- Geburten auf je 1000 Evang. Kathol. Dissid. Ges.-Bev. gegangen: Juden 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1906 1907 1910 22,8 18.2 18,6 16.6 18,9 15.6 (16,2) 18,87 16,83 14,02 20,41 28,40 ö-o.'-kl 33,68 12,08 13,65 28,2 23,5 In München kamen, wenn die Kinder der Mischehen zur Hälfte den Juden, zur Hälfte den Nichtjuclen zugerechnet werden, 1902 auf die Juden 18,33, die Nichtjuden aber 38,96 p. m. En Oesterreich, wo erst seit 1895 die Geburten nach Konfessionen unterschieden werden, kamen Geburten (Zschr. Dem. 1912, 135) in Oesterreich in Galizien auf je 1000 Ges.-Bev. Juden 37,10 1895 . . 1896 . . 1897 . . 1898. . 1899 . . 1900. . 1901 ..... 33,77 (33,89) 38,01* 36,57 35,62 35,72 33,70 Juden 42,75 43,45 41,81 40,97 41,41 39,18 39,30(39,49)*) 39,10 37,60 35,70 33,90 34,40 1902 ..... 33,20 1904 ..... 32,30 1907 ..... 30,50 1908 ..... 28.80 1909 ..... 28,80 *) Nach Zschr. Dem. 1905, VI, 13. Während also in Oesterreich die Geburtenhäufigkeit Mitte der 90er Jahre noch ziemlich beträchtlich war und an die besten Zeiten in Preussen in den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts heranreichte, ist sie seitdem beständig um 9 p. m. oder um 40% gesunken. Selbst in Galizien, das noch bis 1899 eine ausgezeichnete Geburtenhäufigkeit der Juden aufwies, ist seitdem, die Abnahme unverkennbar. Besonders gering ist die Geburtenhäufigkeit und besonders stark ihre Abnahme wieder in der Hauptstadt Wien (R u p p in 69 u. Zschr. Dem. 1911, 118). Es kamen Geburten " v auf je 1000 Juden Andersgläubige ......... 20,23 32,32 ......... 21,1 - ......... 19,5 - ......... 18.5 — ......... 18,3 — ......... 16,6 - Es betrug die Geburtenrate 1901 in Niederösterreich 21,01, in Böhmen 18,24, in Bukowina 31,00 (Zschr. Dem. 1905, VI, 13). In Prag war die Zahl 15,85 gegen 31,31 bei der Gesamtbevölkerung (ib. VIII, 15). In Krakau betrug die Geburtenrate bei 1900 . 1904 . 1905 . 1906 . 1907 . 1908. 1887 1888 1889 1890 1891 1892 Juden 34,5 34,1 36,7 39,8 39,8 39,43 36,7 (Thon Christen 33,2 32,1 32,4 34,4 36,6 34,9 Zschr. 1893: 1894: 1895: 1896: 1897: 1898: 1899: Dem. 1905. Juden 37,8 38,9 36,0 37,9 31,4 38,6 37,4 XL Christen 36,3 36,1 37,9 38,0 37,2 32,5 38,5 5.)