Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 13 (1913)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1913)
- Article
- Das neue Palästina
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 485 - 486 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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485 Dr. Max Grunwalcl: Das neue Palästina. 486 ■m ii^ini ■ ——■ ~~ — \ ^""-««l -,---14,*4 ii"We^^iWBr -~ -; .^r^^P§^^ ^^^^^^H§/; . ' " ■• : | ^'^^^^^^^^ Mischmar-Hajarden. Jüdische Kolonie. (Spczialnufnahme für '„Ost »n« West".) der Schweiz weit übertrifft. Von dort die Eisenbalmfahrt nach Damaskus, die an die Semmeringgegend erinnert, mir dass die Kaskaden des Jarnvuk mehr Lehen in die Landschaft bringen. Wo gibt es in der Welt ein zweites Land, das bei so geringem Umfang so viel Naturschönheiten vereint und so viele Möglichkeiten der Entwickhing bietet! Ueber die landwirtschaftliche Erschliessung Palästinas kann ich mein Urteil dahin zusammenfassen: Die jüdischen Kolonien haben es bis heute schon dahin gebracht, dass sie von den berufensten Fachleuten (Auhagen) als ein Element angesehen werden, das für die Entwickhing Palästinas ausschlaggebend ist. Sie haben die neuesten Methoden, des Garten-, Wein- und Kömerbaucs im Lande heimisch gemacht, und damit den Bodenertrag und Bodenwert um ein Vielfaches erhöht. Sie haben zum Teil ganz neue Pflanzungen, wie die des Eukalyptus usw. eingeführt, sie haben grosse neue Bewässerungssysteme geschaffen; von ihnen stammen die besten Wege und ganz neue Verkehrsmittel. Von dem anerkannt wertvollen moralischen Wert dieses Zuzuges abgesehen, haben die jüdischen Kolonisten gute Schulen ins Land gebracht und Aerzte, verhältnismässig zahlreicher, als man sie in Berlin findet. Man braucht nur die Häuser der jüdischen Kolonisten mit den Hundehöhlen der benachbarten Fellachen- Dörfer zu vergleichen, um die kulturelle Bedeutung Kolonistinnen bei der Arbeit.