Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 13 (1913)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1913)
- Article
- Benno Elkan
- Date
- 1913-02-01
- Page
- Seite 133 - 134 (sequence 3)
- Language
- German
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13ü Karl Schwur/: IViiuo Elkan. T34: (llemeneea.il, Houvier, Combos u. a. in. Auch die grossen Sammlungen suchten sich diese Werke zu sichern, wie die italienische Regierung für das römische Münzkabinett, die Museen zu Berlin, München, Dresden, Kopenhagen, Haag, Bremen und anderer Städte. — Die Grabmalskunst bildet ein zweites grosses Kapitel in EJkans Werk. Auch hier hat er bahnbrechend gewirkt, hat in ein vernachlässigtes Gebiet unserer Kunst neues Leben gebracht und gar viele Grabesstätten mit herrlichem künstlerischem Sehmucke verschönt. Ja, dem Friedhof seiner Vaterstadt hat er durch die grosse Zahl seiner dort aufgestellten Monumente ■— es sind bereits mehr als zwölf — ein einzigartiges künstlerisches Gepräge verliehen. ,,Gute Grabdenkmäler", so schreibt der bekannte Pfarrer Traub im April 1906 angesichts der Elkanschen Schöpfungen in Dortmund, „darin liegt ein ganzes grosses Zukimftsprogramm." Ich selbst habe'; bereits anlässlich der Veröffentlichung einiger Werke des Bildhauers Siegfried Wagner (Jahrg. 1910, Seite 221) auf die Geschmacklosigkeiten auf den modernen Friedhöfen hingewiesen und betont, dass eine Neubelebung dieses Gebietes recht not tue. Denn in unseren zerflattcrnden Tagen ist jedes Ausdrucksmittel recht, das Gefühlsleben verliefen zu helfen, und nur wenige verkennen heutzutage noch den läuternden, erhebenden und somit religiösen Wert der Kunst. Wenn man die Geschmacklosigkeiten sieht, wie sie z. B. die HKVXO I'LKA.V ALSBACH. Relief in bemalter Terrakotta. Ii ENNO ELKAN". ' - . ALSBACH. Porträt des Malers Prof. Wilh. Trübner. Hmuzcmaske. jüdischen Friedhöfe, in Italien, die jüdische Abteihing des Wiener Centralfriedhofes und der Weissenseer Friedhof mit seinen grossen mausoleumsartigen Bauten aufweisen, da fragt man sich, wie es nur möglich ist, dass man den Ort, wo tlas Andenken an ein liebes Familienglied zu stille/' Sammlung auffordert, anstatt ihn durch die beredte Weihe eines Kunstwerkes zu einem besonders sinnvollen Leben zu erwecken, zu einer Stätte spekulativer Stilwidrigkeiten herabwürdigen kann. 11 öffentlich wenden sich auch unsere Glaubensbrüder bald dieser Ueberzeugung zu und vergeben ihre Aufträge mehr an Künstler als an Sfeinmetzfabriken. Einer Kraft wie Elkan sollten sie sich erinnern, damit seine Kunst auch unseren Friedhöfen mehr zu statten kommt. Von besonderer Innigkeit ist das Grabmal für Alex Meiulclsohn in Dortmund. In einen Rosamarmorblock mit grünen Einzelheiten ist ein Bronzerelief eingelassen. Eine kniende Frauenfigur, ganz, in sich versunken, neigt den Kopf und deckt ihr Antlitz mit den Händen. Der schöne junge Frauenleib ist zusammengebrochen, die Gewalt des Schmerzes hat ihn erdrückt; ein leises Schluchzen dringt hervor, ein verhallendes Weinen; zerknittert wie das Gnfält ihres dünnen Gewandes ist ihre Seele, die weltentrückt ihren Kummer trägt. Wie anders lautet die Sprache in dem gewaltigen Monument der Familie Sch. Ein über vier Meter hoher, in strengen Formen gehaltener Granitotein um.spi.nnt