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Ost und West · 1913-01-01 · Heft 1 (Januar 1913) · p. Seite 47 - 48

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Journal
Ost und West
Volume
13 (1913)
Issue
Heft 1 (Januar 1913)
Article
Gabriel Riesser in Bild und Karikatur
Date
1913-01-01
Page
Seite 47 - 48 (sequence 1)
Language
German
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4.7 48 ^^yfjrsS/rZt/Mt . y, ■<* \i ( ■V 7 »r-$ic jfofene btf &ntrmn. •>/t-:^;;;Y ■•< GABRIEL RIESSER IN BILD UND KARIKATUR. Von Dr. Max Grunwald. j - .*Ä-^>5*^V. €tiKföiincr> ccrlpl^cö ^!Mlilftl:«g^,V?N;1. Riesser und Hachmann. Beispiel Gabriel Riessers im folgenden einige Porträts und Karikaturen, zum grossten Teil aus dem Besitz des Vereins für Hamburgische Geschichte und des Herrn Dr. J. Heckscher in Hamburg, wiedergegeben werden. Gabriel Riesser, der charakterfeste, redegewaltige Anwalt der Rechte seiner Stammesgenossen, sein'Leben lang durch glückliche Fügung wie aus eigenem Verdienst mit den Der Gedanke einer jüdischen Ikonographie wird schon von pädagogischen Erwägungen so nahe gelegt, dass man sich fragen muss, weshalb er nicht längst ausgeführt worden ist. Die Schwierigkeiten, mit denen jüdisch-literarische Unternehmungen im allgemeinen zu kämpfen haben, mildern sich doch einigermassen, sobald Geschenkliteratur in Frage kommt. Und diese würde ohne Zweifel durch einen solchen Bilderatlas zur jüdischen Geschichte eine sehr willkommene Bereicherang erfahren. Welch reiches Material'zu Gebote steht, möge das zeigen, von ,dem hauptethat.— Im Jahre 1831 eröffnet bereits der 24jäh- ~ .SiUft Sil,, »ein 8«ßft, »tot einmal BtrfnftwT" . „SrtP, wfa, mit fltgtgw Mtfta 2. Riesser als Hamburger Parlamentarier. reichsten Gabenausgestattet, erscheint auch darin vom Schicksal begünstigt, | dass sein Andenken, ja jede wichtige Wendung in seinem Werdegänge im Bilde festgehalten ist. Eine solche Bevorzugung desGeschickes teilt mit ihm allerdings keine andereGrösse der jüdischen Geschichte. Sie erklärt sich daraus, dass Riesser schon in jungen Jahren sich einen klangvollen Namen erworben und ihn bis an sein Lebensende be- DER VERLORENE SÜHN. ^v-^fv1^ ' I&deyekefirf 'ausfernen Xan'den, öe/?ossen von Oien bis üniai.ieirtd er die J(eünäü,und muri V »Deutschland fcli 7uz6eyMÜadyrt am Himmel itryf an Dir, und'bin nicht merü^dafijgh detn S 3. Riesser und Heckscher. rige den Kampf, dem er sein Leben geweiht hat, mit einer Schrift, die ihn mit einem Schlage zu einer Tagesberühmtheit erheben sollte. Sie handelte „Ueber die Stellung der Bekenner des mosaischen Glaubens in Deutschland". Diese Schrift verlässt den Standpunkt der bisherigen Emanzipationspolemik, indem sie entschlossen die Offensive ergreift und die Judenfrage als Rechtsfrage behandelt. Gleiche Rechte gegen gleiche Pflichten! Bisher hatte man einzelnen Juden Vorrechte eingeräumt. Riesser fordert glei ches Recht ' für alle. Mit Keulenschlägen vernichtet er die jämmerliche Argumentation der Täuflinge und ihrer Anwälte. Wie erklärlich erhoben sich gegen eine solche, bisher unerhörte Sprache eines Juden die Gegner der Judenemanzi-

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