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Ost und West · 1911-02-01 · Heft 2 (Februar 1911) · p. Seite 111 - 112

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Journal
Ost und West
Volume
11 (1911)
Issue
Heft 2 (Februar 1911)
Article
Ein bedeutender Fund althebräischer Inschriften aus der Zeit des Königs Ahab von Israel
Date
1911-02-01
Page
Seite 111 - 112 (sequence 2)
Language
German
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111 Dr. A. S. Yahuda: Ein bedeutender Fund althebräischer Inschriften usw. 112 A5[^5'A5^7^'^5^-^^'^'^=^ *\ "^S^^ J^^^y^- ^^-A a^^.^^j^. 'vjy^y•**^,<^-y7^-<^t,-t; jr^l r^jr^^vri'^l^^TP^^^V^ -^tr jh ^i^^r*^*^^-^^ "3 - 0 t1^1^'^1^^.^f. x ^.W-^,<^).C7 4kj*<3\ -^r Die Siloain schrift. bewerb mit den übrigen Nationen zu treten. In der Tat haben sie nicht lange auf sieh warten lassen; aber auch hier war es ein grosser jüdischer Philanthrop und Wissenschaftsireund, Herr Jacob II. Schiff in New-York, der ihre Bestrebungen in überaus anerkennensxvertem Masse förderte, und es ninss uns mit besonderer Genugtuung erfüllen, dass die bedeutendsten Ausgrabungen und Entdeckungen im Heiligen Lande mit den Namen unserer verdienstvollsten Glaubensgenossen verknüpft sind. Als Feld für ihre Ausgrabungstätigkeit haben die Amerikaner den nördlichen Teil Palästinas gewählt. Sie begannen vor etwa zwei .Jahren ihr Werk in S ob ast i j j e, das etwa zwei Stunden von Sichem-Nablus gelegen ist. Sebastijje ist ein arabisches Dorf, das auf einein Berge im nordpalästinischen Hochlande liegt. Es verdankt seinen Namen einciuTempclund einer Festung, die. Merodes der Grosse dort zu Ehren des Kaisers Augustus erbaute und S ob aste, das heisst Augnsta, nannte. Auf dem Berge stand an derselben Stelle vor mehr denn zwciundeinhalb Jahrtausenden eine der stolzesten, reichsten und bedeutendsten Städte des alten Israel. Es war die Stadt Schomron-Samaria, die Omri, der sechste König von Israel, zwischen den Jahren 000 und 880 vor Chr. gebaut hat ([ Regum. 16,24). Bekanntlich gab es im Heiligen Lande am Anfang des ersten Jahrtausends vor Chr. zwei Königreiche. Denn das von David nach Vereinigung aller Stämme von .Inda und Israel etwa um 1000 v. Chr. begründete Königtum vermochte sich nur bis zum Tode Siegel des Schebanjan ebed Uzzijo. Alle drei Siegel stammen;ius dein S. Jahrhundertv. Cht. Salomos zu halten, und gleich beim Regierungsantritt Rehabeams (um U40—30 v. Chr.) fielen die meisten Stämme Israels von Juda ab und gründeten unter Jerobeam I. ein selbständiges Reich im Norden. Das Südreich, unter diu* Herrschaft der Davidischen Dynastie behielt nach wie vor Jerusalem als Sitz des Königtums, während das Nordreich unter der Herrschaft verschiedener, zumeist ephraimitischer Dynastien die Stadt Tirza als Residenz wählte. Erst Omri verlegte seine Residenz nach der von ihm zu diesem Zwecke gebauten Stadt Samaria. Samaria blieb alsdann der Sitz israelitischer Könige, bis das Nordreich dem Schicksal aller nordsyrischer Kleinstaaten verfiel und von den assyrischen Eroberern Salmanesser VI. und dessen Nachfolger Sargon im Jahre 722 v. Chr. für immer vernichtet wurde. Uebor die Ausgrabungen in Samaria sind wiederholt Mitteihmgen in der Presse gemacht worden, jedoch vermochten sie nicht Hoffnungen auf einen Inschriftenfund wach zu rufen. Es waren kleinere und grössere Ruinen, mehr oder weniger interessante Gegenstände, die zum Vorschein kamen; etwas Neues haben die Funde nicht gebracht. Man ist überhaupt in beziig auf inschriftliche Entdeckungen in Palästina etwas skeptisch geworden, da der Boden des Heiligen Landes so wenig an inschriftlichem Material geboten hat. Von den wenigen Inschriften, die seit 40 Jahren in Palästina und im Transjordanland gefunden wurden, sind nur zwei von wirklich historischer Bedeutung: die Inschrift des im IL Regum 3,4 erwähnten Königs Mesa von Moab, in der dieser Fürst von seinen Kämpfen gegen Israel und der Zui'ückeroberung der von Omri und seinem Sohn Ah ab besetzten moabitischen Städte erzählt, und die Siloa-Inschrift, die über den Durchbruch eines unterirdischen Kanals berichtet, den vermutlich König H is ki j j 9 v. Chr.) in den Felsen eines Bergabhanges am Kidrontal s ü d östl icl 1 A'on Jerusalem bohren liess (IL Regum 20,20). Ja selbst bei den grösseren Au sgrabungen der letzten Jahre, wobei ganze Städte, von Juda (727 bis 690 Siegel des Abijo ebed Uzzijo. Siegel des Obadjahu ebed Hammelech.

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