Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 11 (1911)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1911)
- Article
- Ein bedeutender Fund althebräischer Inschriften aus der Zeit des Königs Ahab von Israel
- Date
- 1911-02-01
- Page
- Seite 109 - 110 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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109 110 Sebastijje. EIN BEDEUTENDER FUND ALTHEBRAEISCHER INSCHRIFTEN AUS DER ZEIT DES KOENIOS AHAB VON ISRAEL.1) Dr. A. S. Yahuds Nachdruck verboten- Es ist schon mein* als ein halbes Jahrhundert verflossen, seitdem die wissenschaftliche Welt ihr Interesse den Ausgrabungen im alten Orient zuzuwenden begann. Seither sind glänzende Erfolge in Assyrien, Babylonien, in verschiedenen alten Kulturstätten Kleinasiens und in Aegypten erzielt worden und Hunderte von Inschriften und Denkmälern sind allenthalben ans Tageslicht gefördert worden. So gross nun auch das Interesse für Palästina war, so sind doch gerade in diesem Lande verhältnismässig wenige Ausgrabungen unternommen worden, weil die Mittel für Palästina weniger reichlich flössen als für andere Länder des alten Orients. Und wenn bis *) Vor einigen Tagen habe ich auf Anregung einiger mir befreundeten hiesigen Fachmänner einen Artikel über diesen Fund im „Berliner Tageblatt" veröffentlicht. Um nun auch in den Kreisen unserer Glaubensgenossen ein erhöhtes Interesse für die Ausgrabungen im Heiligen Lande zu erwecken, habe ich mich gern bereit erklärt, der Aufforderung der geehrten Redaktion von „Ost und "West** nachzukommen und meinen erwähnten Artikel in erweiterter Form hier zum Abdruck zu bringen. Ende des vorigen Jahrhunderts doch einige mehr oder weniger bedeutende Städte des Heiligen Landes aus zweitausendjährigem. Schutt blossgelegt werden konnten, so ist es in erster Linie dem unermüdlichen Eifer englischer Gelehrter und der Munifizenz englischer Gesellschaften zu verdanken. Erst in den letzten Jahren begann man sich auch auf dem Kontinent für Ausgrabungen in Palästina mein* zu erwärmen und es ist sehr erfreulich, dass sich für solche Unternehmungen auch gi'ossc jüdische Mäzene fanden, die die Erforschung Palästinas in sehr generöser Weise unterstützten. So hat Herr Dr. James Simon, der sieh so ausserordentlich hohe Verdienste um die Orientgesellschaft erworben hat, schon vor einigen Jahren eine wissenschaftliche Expedition nach Palästina geschickt, um nach alten Synagogen zu forschen, und seit einigen Monaten lässt Baron Edmund von Rothschild auf seine Kosten unter Leitung des berühmten Pariser Archäologen Clcrmont-Ganncau südöstlich von Jerusalem graben, um nach den Gräbern der Könige von Juda zu suchen. Es war nun vorauszusehen, dass auch die Amerikaner bald mit Grabeisen und Spaten in Palästina auftreten würden, um auch dort in einen eifrigen Wett-