Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 12 (1912)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1912)
- Article
- Jüdische Altertümer in Elsass-Lothringen
- Date
- 1912-12-01
- Page
- Seite 1105 - 1106 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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1105 Rabbiner Dr. M. Ginsburger: Jüdische Altertümer in Elsass-Lothringen. 1103 N. L. Hirsch. Arnaud Aron. Porträts von zwei Obeirabbinern des Ober* und Unterclsass aus dem XIX, Jahrhundert. stände sehr verdient gemacht hatte, wurde zum Assistenten des Museums ernannt. Die feierliche Einweihung fand unter zahlreicher Beteiligung hervorragender Persönlichkeiten von Strassburg und * aus dem übrigen Elsass am 9. September 1908 statt. Sämtliche Anwesende, darunter Se. Exzellenz Herr Unterstaatssekretär Dr. Petri und Frau Gemahlin, Reichstags- und Landesauschussabgeordneter Abbe Wetterle aus Colmar, Oberrabhiner A. Ury aus Strassburg, Justizrat Dr. Ruland aus Colmar, sprachen ihre hohe Anerkennung aus für das Dargebotene, und die inzwischen um ein Beträchtliches vermehrte Sammlung bildet fraglos schon jetzt eine hervorragende Sehenswürdigkeit Strassburgs. Die hier abgebildete Gesamtansicht des jüdischen Saales lässb erkennen, dass der Raum in zwei Teile eingeteilt ist. Der hintere soll eine Art Betsaal darstellen, in welchem sich die beim öffentlichen Kultus gebrauchten Gegenstände befinden, während der vordere Teil als Wohnzimmer gedacht ist, in dem die für den häuslichen Gebrauch bestimmten Altertümer Aufstellung gefunden haben, doch konnte diese Einteilung wegen Platzmangels nicht ganz streng durchgeführt werden. Im darauffolgenden Jahre gab uns die Verwaltung des ElsässischenMuseums einen neuen Beweis ihrer wohlwollenden Gesinnung, indem sie uns einen weiteren Saal zur Verfügung stellte. Dieser wurde als eine Art „Cheder" oder Lernzimmer eingerichtet und vorzugsweise zur Aufbewahrung der Archivalien, Bücher, Bilder usw. bestimmt. Die Einweihung desselben fand am 14. November 1909 statt. Bei dieser Gelegenheit wurde den Mitgliedern über die Klassierung der Urkunden und deren wesentlichen Inhalt Mitteilung gemacht. Des weiteren waren wir auch bestrebt, der zweiten Forderung unseres Programmes nach Möglichkeit gerecht zu werden. Es konnten den Mitgliedern folgende Schriften übermittelt werden: I. Der Israelitische Friedhof in Jungholz. — II. Die Juden in Ruf ach. — III. lieber den Judenfriedhof und Judenniederlassungen in Zwingen. — IV. L'Alsace Juive. — V. Cerf Borr et son epoque. — VI. Das Jüdische Museum. -- VII. Die Juden in Basel. — VIII. Der israelitische Friedhof in Hegenheim. — IX. Les familles Lehmann et Cerf Berr. — X. Die Medizin und Hygiene der Juden in Elsass-Lothringen, welche die Herren Maurice Bloch in Paris, Dr. A. Nordmann in Basel und den Schreiber dieser Zeilen zu Verfassern haben. Ausserdem erhielten unsere Mitglieder die bis jetzt erschienenen, teils vom Elsässischen Museum, teils von unserer Gesellschaft herausgegebenen ,,Bilder aus dem Jüdischen Museum", welche nach dem Urteile der Kenner von hohem künstlerischen Werte sind. Einige Proben derselben sind diesem Artikel beigefügt. Es sind Porträts der Oberrabbiner J. Meyer und A. Aron aus Strass- Amulett. bürg, Hirsch Katzenelnbogen aus Win-