Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 12 (1912)
- Issue
- Heft 11 (November 1912)
- Article
- Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1912-11-01
- Page
- Seite 1005 - 1006 (sequence 7)
- Language
- German
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1005 Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, 100G same Arbeit über die jüdische Katakombe am Monteverde in Rom, den ältesten jüdischen Friedhof im Abendland, veröffentlicht. Müller selbst hat diese Katakombe während eines mehrfachen Aufenthaltes in Rom untersucht und durchforscht, unterstützt durch die Gesellschaft, die ihm nicht unbedeutende Mittel zu diesem Unternehmen zur 1) Rabb, Dr. Rosenthal, Breslau 2) Fabb.Dr. M. Steckelmacher, Mannheim Verfügung gestellt hat. — Ueberhaupt hat die Gesellschaft der Unterstützung der Einzelforscher ihre weitgehendste Aufmerksamkeit zugewandt. Die W erke und Schriften, welche mit ihrer Unterstützung die Presse verlassen haben, gehen jetzt schon, nach zehnjährigem Bestehen, in die Hundert und umfassen die verschiedenstenGebiete der i üdisehen 3) Prof. Dr. H. Steinthal, Berlin Gest. 14. 3. 1899 5) Prof» Dr. Sobernheim, Berlin 7.) Fabb. Dr. S. Poznanski, Warschau Wissenschaft. Dabeihat der Ausschuss, dem die Bewilligung von Subventionen obliegt, es immer als eine vornehme Pflicht erachtet, Ausgaben alter hebräischer sowie moderner wissenschaftlicher Werke in hebräischer Sprache seine besondere Förderung angedeihen zu lassen, aus Pietät gegen unsere Alten sowohl wie gegen unsere heilige Sprache. Nicht unerwähnt an dieser Stelle bleibe auch — obwohl sich dies ganz von selbst versteht — die volle Objektivität der Gesellschaft und ihrer Verwaltung gegenüber den religiösen Parteiungen unserer Tage. Massgebend in allen ihren Entschlüssen ist immer nur die strengsteWissenschaftlichkeit — und die Gesellschaft kann sich daher auch rühmen, eine der wenigen jüdischen Vereinigungen zu sein, auf deren Boden sich Anhänger der verschiedensten religiösen Richtungen, von der äussersten Rechten bis zur äussersten Linken, zu gemeinsamer Arbeit zusammenfinden Die Tätigkeit der Gesellschaft hat natürlich in erster Linie innerhalb der jüdischen Gemeinschaft ihren Einfluss — und wir dürfen sagen, ihren segensreichen Einfluss ausgeübt. Eine unmittelbare Folge ihrer Arbeit ist die Bereicherung der Wissenschaft des Judentums mit einer Reihe inhaltreicher und verdienstlicher Werke, und 1) Rabb. Dr. Rosenthal, Mitglied des Ausschusses der Gesellschaft. 2) Rabb. Dr. M. Steckelmacher. Mitglied des Ausschusses der Gesellschaft, sehreibt für den Grundriss ..Judentum und Christentum'*. 3) Prof. Dr. H. Steinthal, Verfasser"der Aufsätze „Ueber Juden und Judentum". 4) Prof. Dr. A. Schwarz, Mitglied des Ausschusses der Gesellschaft. ö) Prof. Dr. Sobernheim, Mitglied des Ausschusses der Gesellschaft. 6) Prof. D. Simonsen, Mitglied des Ausschusses der Gesellschaft. 7) Rabb. Dr. S. Poznanski, 3Iitglied des Ausschusses der Gesellschaft, schreibt für den „Grundriss*' die Geschichte der jüdischen Sekten. 8) Dr. M. W. Rappaport, schreibt für den.,Grundiss'* Mosaisches und Talmudisches Recht. 4) Prof. Dr. A. Schwarz, Wien 6) Prof. D. Simonsen, Kopenhagen 8) Dr. M. W. Rappaport, Stryj