Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 12 (1912)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1912)
- Article
- Die Geschichtslüge über Leopold Zunz
- Date
- 1912-05-01
- Page
- Seite 465 - 466 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2583875-2584019-2584025-2601032--13065-2601118- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
465 Prof. Dr. Kalischer: Eine Geschichtslüge über Leopold Zunz. 406 ys Ch. Lebrun: Jephta und seine Tochter. Im übrigen habe sie nicht die Echtheit zu beweisen, sondern der Beweis der Fälschung müsse erbracht werden. Ist die Zunzepisode echt oder gefälscht? Die Antwort auf diese Frage und damit zugleich auch das Urteil über die Echtheit der Briefe der Kaiserin Augusta sei berufeneren und kompetenteren Männern anheimgestellt!" Gerade diejenigen, die der Kaiserin nahe gestände)], waren überzeugt, dass die Briefe eine Fälschung seien, wie der Bruder der Kaiserin, der Grossherzog Karl Alexander von Weimar, der die Veröffentlichung als einen „Unfug" bezeichnete. „Der Unfug mit den kecken Behauptungen der Fä'schergesellsehaft", sagt Xippold Ca. a. 0. S. 379), dem wir auch vorstehende Mitteilung entnehmen, „ist aber noch längere Zeit fortgegangen. Die fürstlichen Verwandten haben diesem Treiben -wehrlos gegenüber gestanden. Die freche Uli Wahrhaftigkeit, mit welcher von vornherein vorgegangen war, war den wirklich Eingeweihten bekannt. Aber das Strafgesetz bot keinen Schutz gegen die hartnäckige Verlogenheit. Erst der verdienstvolle kritische Nachweis Neumanns hat der kläglichen „Presskampagne" definitiv ein Ende gemacht/4 Nippold druckt Neumanns Brief wörtlich ab und bemerkt: „Der darin enthaltene, schlechterdings unwiderlegliche Nachweis über die Quellen der der Kaiserin Augusta zugeschriebenen Ausdrücke ist von keiner Seite bestritten." Neumann durfte sich ja noch an der