Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 8 (1908)
- Issue
- Heft 11 (November 1908)
- Article
- Die Synagogenruinen Galiläas
- Date
- 1908-11-01
- Page
- Seite 671 - 672 (sequence 5)
- Language
- German
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671 0. Eberhard: Die Synagogenruincn Galiläas. 672 Kefr birim: Die Front nach der Aufräumung. (Mit Genehmigung der Deutschen Orient-Gesellschaft.) erhalten sind, zeichnen sich durch eine vorzügliche Qnadertechnik aus. Dieselbe ist bei den grossen Synagogen von Meron und Kefr birim zu vermissen; dagegen zeigt Kefr birim, die überlieferte Grabstätte des Richters Barak und des Propheten Obadiah, die besterhaltene aller Synagogenfronten. Die Südfassade steht noch vollständig bis zur Höhe des ersten Stockwerkes. Die Pilastergliederung von Teil Hum fehlt hier, die Quaderwand ist durch das hohe Mittelportal mit darüber befindlichem Bogenfenster und durch zwei kleine Seitentüren mit rechteckigen Fenstern durchbrochen. Diese Fenster erhellten den unteren Säulenumgang des Innern; über ihnen ist in. Anlehnung an Teil Hum eine Giebeldekoration angebracht. Der Fries, der als Oberschwelle über den Türen läuft, zeigt im Hauptportal Weinlaub und zwei Traubenarten, die sich aus einer Vase entwickeln; über den Seitentüren Oelbaumblätter und ein gerilltes Tau. Die Bekrönung bildet bei allen drei Türen wie in Teil Hum eine Schräge mit Sima, doch steht die architektonische Ausführung hinter der von Teil Hum weit zurück. Die Hoffnung, wie dort so auch hier bei einer gründlicheren Aufräumung die ganze Sturzlage des Aufbaus zu finden, hat sich nicht erfüllt; dafür ist jedoch abermals die dreischiffige Anlage erwiesen und festgestellt, dass die dritte von den Eßgländern gezeichnete Säulenreihe in der Mitte nie gestanden hat. Die zweite kleinere Synagoge von Kefr birim, die die Engländer noch untersucht haben, ist heute so gut Nebratein: Türsturz mit siebenarmtgem Leuchter. (Mit Genehmigung der Deutschen Orient-Gesellschaft.) wie ganz verschwunden,