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Ost und West · 1916-06-01 · Heft 6-7 (Juni-Juli 1916) · p. Seite 265 - 266

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Journal
Ost und West
Volume
16 (1916)
Issue
Heft 6-7 (Juni-Juli 1916)
Article
Aus dem Reiche der Mystik und Magie
Date
1916-06-01
Page
Seite 265 - 266 (sequence 4)
Language
German
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265 Aus dem Reiche der Mystik und Magie. 266 @& KT 73 T 0 } 1 3> •10 n ti rj J> o r n> K i> 33 io 1 Ol 3 n> shfr>DXi i MAIE IL Abb. 6. Marsamwlett der Pariser Bibliotheque Nationale nach Claude du Molinet sonderen „Häuser", und die des Jupiter waren die Sternbilder des „Schützen" und der „Fische". Das Amulett der Abb. 4 ist mir übrigens nicht in Substanz, sondern als Bild in einem Werke des bekannten Jesuiten Athanasius Kircher begegnet; das Historische Museum in Basel besitzt jedoch ein Jupiteramulett in Bronze, dessen Bildseite mit der unserer Abb. 4 nahezu vollkommen übereinstimmt, während die Zahlenseite allerdings von der unseren völlig verschieden ist und übrigens auch nichts Hebräisches aufweist. Das achteckige Berliner Jupiteramulett der Abb. 5 zeigt den Gott mit gekreuzten Szeptern j das darüber stehende hebräische Wort wird wieder unser „Johphiel" sein, während der am linken Rande sichtbare 16 3 2 13 5 10 11 8 9 6 7 12 4 15 14 1 Fig . 3 Linienzue das aus Abb. 2 auch schon bekannte „Zeichen der Intelligenz Jupiters" ist. Das magische Zahlenquadrat der Rückseite ist natürlich auf allen 4 Jupiteramuletten das Quadrat der 4X4 Felder, die „Tabula Jovis", und zwar auf Abb. 2, 4, 5 in der Form unserer Fig. 2, auf Abb. 3 in einer abweichenden Form, die wir in Fig. 3 wiedergeben. Auch dieses letzte Quadrat, das sich übrigens in genau derselben Form auf Albrecht Dürers berühmtem Kupferstich „Melancholie'' findet, besitzt alle charakteristischen Eigenschaften des magischen Quadrats: es weist die Zahlen von 1 bis 16 auf und zwar in solcher Anordnung, daß jede Zeile, jede Spalte und jede der beiden Diagonalen die Summe 34 ergibt. Uebrigens braucht man in Fig. 2 nur die Reihenfolge der Zeilen umzukeliren und außerdem die beiden inneren Spalten miteinander zu vertauschen, um Fig. 2 in Fig. 3 überzuführen. Da das dem Jupiter geweihte magische Quadrat in jeder Reihe 4 Felder, im ganzen aber 16 Felder besitzt, und da ferner jede der angegebenen Reihen die Zahlensumme 34 ergibt, alle Zahlen des Quadrats zusammen aber dieSumme 136 haben, so galten 4,16, 34,136 als die 4 dem Jupiter geweihten Zahlen. Hier setzt nun ein allgemeiner Grundsatz der Kabbala ein, den wir oben schon streiften, als von der Spielerei, die die Juden schon in früherer Zeit mit den zugleich Buchstaben und Zahlen bedeutenden hebräischen Schriftzeichen getrieben hatten, die Rede war, der Grundsatz nämlich: „Jede Zahl ist ein Wort und jedes Wort ist eine Zahl." Erst dieser Gesichtspunkt nun vermag uns einen wirklichen Aufschluß über die schon oben angeführte iTaisache, daß das Wort „Johphiel" den Kabbalisten und Astrologen als „Intelligenz Jupiters" galt, zu geben. Liest man nämlich die Buchstaben des Wortes SfcPB.V als Zahlenwerte, also jod 10, he 5, pe 80. jod 10, aleph 1, lamed 30, so ist die Summe dieser Zahlen gerade 136, die größte der 4 Jupiterzahlen. Natürlich hätte man für 136 noch zahlreiche andere literale Aequivalente finden können, doch wird das fwBiV den Sieg deshalb davongetragen haben, weil es zugleich eine, wenn auch unvollkommene Transskription von Jovi-el (Jovi Jupiter) ist, also auch sprachlich einen direkten Hinweis auf Jupiter involviert. Jetzt vermögen wir auch leicht das hebräische Wort zu erklären, das die Rückseite der Abb. 5 oberhalb des Zahlenquadrats aufweist: es ist *OK (aba) und hat den Zahlen wert von 4, der kleinsten unserer 4 Jupiterzahlen. — Gewisse Beachtung verdient wohl noch die Schreibweise der Zahl 15 in den verschiedenen Quadraten: während sie in den Quadraten der Abb. 2, 4, 5 in der bei den Juden üblichen Schreibweise ia also durch 6 -{-9, gegeben ist, ist sie auf Abb. 3 als n\ also in der Form 5-{-10, geschrieben. Ob man aus dieser Schreibweise für die Stücke Abb. 2, 4, 5 auf eine jüdische Quelle resp. einen jüdischen Amulettverfertiger schließen darf, ist freilich fraglich; dagegen wird man umgekehrt mit einiger Wahrscheinlichkeit annehmen dürfen, daß das Amulett Abb. 3 nicht aus jüdischen Händen hervorgegangen ist. Die Stücke Abb. 6 und 7 sind beide schon durch die unverkennbare Figur des mit Schwert und Schild gewappneten Kriegsgottes, wie auch durch das noch heute in der Astronomie gebräuchliche Marszeichen JD als Marsamulette gekennzeichnet. Auch alle anderen Bestandteile der Abb. 9. Sonnenamulett nach Athanasius Kircher (1665)

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