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Ost und West · 1916-02-01 · Heft 2-3 (Februar-März 1916) · p. Seite 97 - 98

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Journal
Ost und West
Volume
16 (1916)
Issue
Heft 2-3 (Februar-März 1916)
Article
Die Ostjudenfrage
Date
1916-02-01
Page
Seite 97 - 98 (sequence 13)
Language
German
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«97 Die Abvrehrmittel gegen die Ostjudengefahr und ihre Unzulänglichkeit. 98 natürlich in viel rascherem Tempo vor sich, mairi kann rechnen, daß in einem halben Jahrhundert der Prozeß! vollzogen sein wird. Nun ist es klar, daß; die Deutschen im Neuland, das sie eben erst in Besitz nehmen, viel geringere Widerstandskraft den zersetzenden Einflüssen der Juden entgegensetzen können und folglich auch eines verstärkten Schutzes bedürfen, als in ihrem Stammland. Es wird also unvermeidlich sein, daß, die zweite oder dritte Generation in Palästina oder Mesopotamien anfängt, abermals nach einem Schutz vor den zersetzenden Einflüssen der Juden in wirtschaftlicher und geistiger Beziehung zu rufen. Dann werden die Regierungsräte Fritz und die Herren Paphnutius der Zukunft aufstehen und verlangen, daß man die Juden weiter hinaus transportiere, und immer weiter, bis ins Innere Asiens, an das Himalayagebirge oder in den Stillen Ozean hinein. Chamberlain, der die Sache wohl am besten versteht, hat ja schon festgestellt, daß es gegen die niederen Rassen nur ein Mittel gebe: sie in die Berge zu verjagen, wo sie aussterben oder vertilgt werden. Wenn Deutsche und Juden nicht auf der Erdoberfläche zusammen wohnen können, ohne daß die Deutschen hierbei Schaden an ihrer Seele nehmen und zugrunde gerichtet werden, so müßten die Herren Fritz und Paphnutius ihre Vorschläge durch ein Gesetz ergänzen, welches den Deutschen verwehrt, dem Juden inihreiVerbannungS" gebiete nachzurücken, oder aber, man BlißLj I EP? fjr^Si ^H^m^ I IliBBiPil ^p^SBfB B^jBH^^^M'P^^B ■ iäi BiiP^i Wi^StS^^^^Mji^^ m 1 MW^^^^^^M ■BfljPv;rt''1 •■"ÄW$%ffi| S^Siä IPEPs ■"' '^^^■i Wr-'-*'-k3sBSIKBM H P'iäläil R^KHI Dorothea Therbusch Henriette Herz Pörträtgallerie, Berlinmüßte den Judenstaat nach dem Mars verlegen. Auf unserm Erdball ist kein Raum für ihn. DER WICHTIGSTE LOESUNOSVORSCHLAQ. Indessen wurde das Ostjudenproblem lange schon, bevor die Gefahr für Deutschland imminent geworden, von einem weitblickenden Mann ins Auge gef aßt und eine Lösung wurde vorgeschlagen, die den angeführten schnurstracks entgegengesetzt ist. Der Autor dieses Projektes ist kein geringerer als der Geheime Regierungsrat George G1 e i m o w, Verfasser eines großangelegten Werkes über die Zukunft Polens, einer der besten und allseitigsten Kenner dieses Landes, ein anerkannter Praktiker, dessen Plan die Bedeutung eines Programms hat, da er auch zu dessen Verwirklichung Hand anzulegen berufen sein kann, er ist nämlich der deutschen Verwaltung in Polen zugeteilt. Ende Dezember 1914 noch veröffentlichte Herr Cleinow in der Berliner Neuen Rundschau einen ausführlichen Artikel, dessen Tendenz war, die gesamte polnische Nation zum Anschluß an die Zentralmächte aufzufordern, indem der Nachweis geführt wurde, daß nur Preußen allein die Macht und die Fähigkeit besitze, die Dinge in Polen zum Guten zu lenken. Das bewies der

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