Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 10 (1910)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1910)
- Article
- Das Germanentum in der klassischen deutschen Litteratur
- Date
- 1910-10-01
- Page
- Seite 657 - 658 (sequence 2)
- Language
- German
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657 Das Germanentum in der klassischen deutschen Litteratur. 658 nachsprechen kann. Andrerseits wäre es ganz verkehrt, die Leistungen der Juden der semitischen Rasse zuzurechnen. Vielmehr waren die alten Juden eigentlich, und bei Lichte besehen, eine blonde Rasse, woraus sich die Genialität dieses Volkes höchst einfach erklärt. David z. B. ist längst als Vollblutgermane nachgewiesen, und was von ihm gilt, gilt eo ipso auch von seinem Nachkommen Jesus. Was die Möglichkeit betrifft, das germanische Element im Einzelfalle zu erkennen, so müssen wir uns auf den Rasseninstinkt verlassen. Es ist dies eine höchst wunderbare Gabe, eine Art sechster Sinn, den die Natur in ihrer Weisheit reinrassigen Individuen verliehen hat. Chamberlain teilt einen lehrreichen Fall mit von der Enkelin des französischen Schriftstellers Anatoie Leroy-Beaulieu, die im Alter von vier Jahren „stets und ausnahmslos jämmerlich zu heulen anhebt, sobald im Jardin du Luxembourg ein Jude oder eine Jüdin in ihre Nähe kommt." x) Aber ehe die anthropologische Wissenschaft den Anteil der Germanen an den Kulturleistungen beider Hemisphären genauer untersucht, harrt ihrer noch eine näher liegende Aufgabe. Es fragt sich: welche Rolle hat das Germanentum in Deutschland selbst gespielt? Denn wenn auch Genie, humane Gesinnung, metaphysische Begabung sich ausschliesslich bei Germanen finden, so ist doch leider nicht zu leugnen, dass auch die entgegengesetzten Eigenschaften bei uns vorkommen. Die Begriffe deutsch und germanisch fallen (bis jetzt wenigstens) nicht zusammen. Ueberall sind den reinen Vertretern der blonden Rasse Bastarde heigemischt, die durch ihre geistige und moralische Minderwertigkeit auch auf jene abfärben. So hat Dr. Lanz-Liebenfels in seinem interessanten Buch „Theozoologie" gezeigt, dass die Verbastardierung der Nordlandrasse mit „Affenmenschen" die Ursache aller Uebel ist, woran unsre Gesellschaft leidet. Alle möglichen schlechten Rassen haben sich auf deutschem Boden eingenistet, Türken und sogar Neger sind massenweise herbeigeströmt, wie das häufige Vorkommen der Familiennamen Türk und Mohr beweist. Und diese ungermanischen Elemente dringen überall in bedrohlichem Masse vor. Denn, wie Reimer sagt (S. 23), „in der ganzen Welt wird heute der Germane durch seine viel intensivere, stets schaffende Kulturtätigkeit aufgezehrt (wie es früher durch kriegerische Kämpfe geschah), wogegen die Brachycephalen und Südländer, von der fieberhaften modernen Kulturtätigkeit viel weniger ergriffen, sich behaglich auf Kosten des germanischen Kulturträgers vermehren." Auch drängen sich die Germanen in die Städte, natürlich nicht aus Genusssucht, sondern um ihre Kulturmission zu erfüllen. Hier aber verfallen die Aermsten den Gefahren des Grossstadtlebens; wir sehen diese Auslese der Menschheit in ihrer unschuldsvollen Arglosigkeit einer „auf ordinäre sinnliche Betäubung x) Herr Leroy-Beaulieu hat die Wahrheit dieser Geschichte bestritten, aber was hilft das? Es hat sich seitdem herausgestellt, dass zahlreiche andre arische Kinder dasselbe Aknungsvermögen besitzen. Herr Chamberlain ist selbst im Wiener Prater mit einem dreijährigen Exemplar dieser Spezies spazieren gegangen, und siehe da! auch dieser ahnungsvolle Engel heulte gottserbärmlich, so oft ein Jude sich blicken liess. Verbohrte Zweifler und Nörgler könnten fragen: woher weiss man denn, dass die Betreffenden Juden waren? — Sehr einfach! Herr Chamberlain trat jedesmal an den Betreffenden heran und verlangte seinen Taufschein. In keinem einzigen Falle konnte diesem Verlangen entsprochen werden. Der Rasseninstinkt ist also eine Tatsache. hinzielenden Tingeltangelkultur" anheimfallen (Reimer S. 68), der Alkohol, die Geschlechtskrankheiten, Kaffee, Tee, Tabak, alle Gifte der Grossstadt reissen klaffende Lücken in ihre Reihen, und nach wenigen Generationen ist von diesem herrlichen Menschenmaterial nichts mehr übrig. Und das geht nun so seit ungezählten Jahrhunderten. Dass trotzdem diese Märtyrerrasse nicht längst vom Erdboden vertilgt ist, dass sie sogar in Südeuropa, wo sie doch anfangs nur schwach vertreten war, sich ausbreiten und die herrlichsten Genieblüten hervorbringen konnte, das ist ein Rätsel, das offenbar mit den gewöhnlichen Mitteln der Wissenschaft nicht zu lösen ist. Aber gerade in diesem scheinbaren Widerspruch zeigt sich das dem ordinären Denken unfassbare Mysterium von der siegreichen Kraft der die Erde sich unterwerfenden germanischen Rasse in seiner vollen Glorie. Wie beneidenswert ist dagegen das Los so eines kurzschädligen homo alpinus oder mediterraneus! Er ahnt nichts von dem Martyrium der Edelrasse, nichts von ihrem entsagungs- und gefahrvollen Streben nach Reichtümern und höhern Genüssen. Seiner täglichen Arbeit hingegeben, führt er ein gemächliches, wunschloses Leben auf dem Lande, in natürlicher, gesunder Umgebung. Die Segnungen der Kultur, womit ihn die rastlose Arbeit der Germanen überschüttet, nimmt er hin ohne Dank, ohne Gegenleistung, m besten Falle zeigt er affenartiges Nachahmungstalent und stupiden Bienenfleiss. Gross ist er nur im Kinderzeugen, wodurch er dem Germanen den ihm zukommenden Platz immer mehr schmälert. Wieweit haben nun auf deutschem Boden diese fremdrassigen, Unkräutern vergleichbaren Elemente bereits Verbreitung und Einfluss erlangt? Man begreift, dass die Frage nicht nur wissenschaftlich, sondern auch praktisch von der höchsten Bedeutung ist. Wir werden nämlich über kurz oder lang nicht umhin können, die Nichtgermanen von den politischen Rechten und dem Segen der Verdeutschung auszuschliessen, eine Politik, die sich z. B. gegenüber den Polen als höchst einfach, folgerichtig und leicht durchführbar empfiehlt (vgl. Reimer S. 27). So wenig aber wie die Reichsbürgerrechte dürfen die Schätze deutscher Bildung verschleudert und Fremden preisgegeben werden, sondern müssen den echten Germanen verbleiben, da diese nur durch völlige Isolierung und kulturelle Absonderung vor den Gefahren weiterer Verbastardierung bewahrt bleiben können. Doch darüber unten mehr. Die hier gestellte Aufgabe, das Germanische und das Ungermanische in der deutschen Geistesbewegung zu scheiden, ist schwierig, aber auch wichtig und dringend. Der Fall Wagner muss uns zur Warnung dienen. Durch seine zur Schau getragene Verehrung für Gobineau konnte Richard Wagner tatsächlich eine Zeitlang selbst Kenner täuschen und sich als Germanen aufspielen. Wir jubelten ihm zu, wir glaubten in seinen Werken eine echt deutsche Kunst zu besitzen. Wie schrecklich war das Erwachen! Es zeigte sich, dass Wagner kein Germane, sondern ein Slawe war (aus dem verslawten Ostdeutschland gebürtig), oder ein Kelte (vergleiche Tristan und Isolde!), oder beides zugleich, und wir mussten uns von seinen undeutschen, lüstern sinnlichen Machwerken mit Ekel und Entrüstung abwenden.. Nicht besser ging es uns mit Byron. Selbst Chamberlain hat ihn begeistert als Germanen gepriesen, dann aber kam Driessmann und entlarvte ihn als ganz gewöhnlichen Kelten, der in Venedig die Courtisanen frequentierte — ein echt keltischer Zug!