Mannheim
Compact Memory

Ost und West · 1906-04-01 · Heft 4 (April 1906) · p. Seite 273 - 274

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ost und West
Volume
6 (1906)
Issue
Heft 4 (April 1906)
Article
Ein autographes Huldigungs-Schreiben an Sabbetai Sebi
Date
1906-04-01
Page
Seite 273 - 274 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2583875-2583943-2583948-2593403--06088-2593457
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

273 Dr. M. Qaster: Ein autographes Huldigungs-Schreiben an Sabbetai Sebi. 274 J. »?. i&j .'.'>oji>)v /J 'J^».'7/^-^ä)'?y?J-.;r«r j^jpj fBgjcn^Y**?;'' »3w ipfa-:.*)**■ j*w>&> »ot? 7W'C': " ' ■0^>. -^1 rfewywJjf»'itw/^a \ ' ■ ^ilsn-;» Krr wiw/;/^^''^/« W "t /^ii' & ■ - •"**dr?pp-va?pn --••<■ j.,J vwfrpw Whrh&yr x&ffts 'ig ,a~: ^rv y>?r &W?\w ' F^ lOiffl'äxf^'■ : -- ^nk?m-' toJcß^ vyfz;\* - ~ - >'1^0i]?^^:' ^- vTo ■ f W j*j«*> ^^^^r-iU» 'Tjii^Tr j^,'^ l^-'P'" -J-y ' — ."•*»» •'.•?*>■ 'Jol •?W».,W7^'--J>'»p.j»'>7? " v «V» »3K. V^r? rr;r;5 wr«*-f*r?jk »kir* -V.< y -_^/^r* #»«s>?fyrvj? x>w »pAt.' : .: •'-v'jp j :« - ••>'• 'hw»aj7?*f»~ ,i -vjjyr .yß; '-iypr. /<mp pTf-nyf .f?*? 7^ p pj^JO 7?3?«J »/• r^^Jr^j.' r/f^j , I'«vr.rw? ^5 »y^j s'wjip-pp'pyy jvj&jLvji^}-. ' r'r/sjy.o.yj ^' d-^jj py^Jj» 7,5;, j^-i^J jypjp " i •'V-V-!* .^-W jfor>dj>jt/i&)#/f>3$\i>fi.'" -;• iAfj/j/wy (v* '•<> 2i? Jj>?; »W; W 'VjüJ '-tfoSitop friSy ,yn w w;taj-> wph fj>. »jfi^J'ibv'. v)p ' "jgyüam^ fff:V} * r^?'? /Wp $ .to/w*i :?JIW VP7PV )h W». \fJ>frw:ty!>»PvW}rW< > -.:;ji7y>^ V^k v .....^ . /V /«»7f jj».]}//' ppfc ^yVffi V'irfdjwJ pwfe 7JM vj% if&yw»,?*>W fJrJ >fa?pyj WVr'jf,?J j?s&M/)rj) w> <r ■ yt/?? k '&hrpvpftA J> fmp^^>^j&yjj> •> ^^.jM^w-^^^. : v^jr.vp'J /■ ■ py»?<)r»<» jjfyj's tywr /vvsrj'h? 'vr» mf nwj> p •?J?/? 2^? »-jw /-Jy<;;5j w prj* v> Jj';« ,Jpr j,^ 'j,,? y iW/'^f *W3J>1 y)yi> jvjrf <»rs) Wfjpf y r* -g "j* jrrJj 'f J/ jvjjj J&j?) ■■ Ein autographes Huldigungsschreiben an Sabbetai Sebi. haben. Nicht so die spanischen Gemeinden in Hamburg und Amsterdam. Bei der ersten Meldung schon gehen sie in ihrem Eifer so weit, dass sie sogar Gebete für den neuen König in den Synagogen aussprechen, und die Besten unter ihnen lassen sich in ihrem Eifer so weit fortreissen, dass sie nicht zögern, eine tiefe Spaltung in ihren eigenen Gemeinden herbeizuführen, so dass noch lange nachher die Folgen dieser Erregung in ihrem Gemeindeleben nachzittert. Der Unterschied zwischen Ost und West lässt sich nicht dadurch wegdeuten, dass die Verbindungen zwischen der Türkei, Italien, Hamburg und Holland eine regere war als zwischen d&r Türkei und Polen, und dass Berichte von Smyrna sich rascher in den ersterwähnten Orten verbreiten konnten, als im letzteren. Denn geographisch liegt Podolien und Südrussland viel näher an das Türkische Reich, welches sich zu jener Zeit bis an die Grenze von Podolien erstreckte. Moldau und Bessarabien gehörten damals der Türkei an und. standen in direktem Verkehr mit Konstantinopel und der Levante. Ausserdem lag es ja näher, dass diejenigen, welche den Schreckensszenen des Chmielnitzki entronnen waren, empfänglicher sein sollten für die neue Botschaft. Aber daran unterschieden sich die Juden des Ostens von denen des Westens. Sie waren psychologisch verschieden angelegt. Ein anderer Geist herrschte unter den Juden in Podolien und in Deutschland, und ein ganz anderer unter den spanischen Juden und den Abkömmlingen der Maranos im Westen. Die Bedeutsamkeit der Erscheinung liegt in dem verschiedenen Verhalten dieser beiden Teile der Judenheit zu messianischen Hoffnungen. Darin liegt der Schlüssel für die eigentümliche Begeisterung, die in ihrer Mitte für Sabbetai Sebi sich so mächtig kund gab. Die spanischen Juden lebten in einer geistigen Strömung, wie sie zu der Zeit im Osten Europas kaum gekannt war. Auf Umwegen ist sie erst nachher dorthin gelangt, und gerade auf dem Umwege des Sabbatianismus, in dessen doppelten Ausläufer, auf der einen Seite durch die Frankisten vertreten, auf der andern durch den „Beseht" und die Chassidim. Der Westen Europas, besonders England und Holland, waren zu der Zeit voll von mhystischen und chyliastischen Schwärmereien. Es war eine Art Reaktion gegen den zu starren Dogma-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.