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Ost und West · 1905-03-01 · Heft 3 (März 1905) · p. Seite 155 - 156

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Journal
Ost und West
Volume
5 (1905)
Issue
Heft 3 (März 1905)
Article
Einiges über die zionistische Ostafrika-Expedition
Date
1905-03-01
Page
Seite 155 - 156 (sequence 3)
Language
German
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155 Prof. Dr. 0. Warburg: Einiges u.ber die zionistische Ostafrika-Expedition. 156 O/U*< JJuJ^itA, lf<l>V- 'P'c»-jh IJ, _' JcA UaddAyiMyt^ii Jvfombasa, e. ßfnca. 7? 3+"-**• /ffr-* «, ßju'tho, (jj-*i*<s>4 V*** lesuL**« -ej^te^t^j ^Au^t^i iS**-*- „ tfeuAth&uf " W «W. "2" *tU 1- ">,> aä/^ »U, «Jie* .-~W~n ^fe-a ./**^ .r?^ ^^.»Äf» ' Ansicht von Mombasa, Hafenplatz von Britisch-Ostafrika. Alfred Kaiser ist von Geburt ein Schweizer, der schon als junger Mann nach Afrika ging, zuerst nach Cairo, von wo er, als Araber verkleidet, eine Forschungsreise nach dem ägyptischen Sudan unternahm, wobei er sich arabische Sitten und Sprache vorzüglich aneignete. Sodann trat er kurze Zeit in den Dienst der ägyptischen Regierung, um bald auf Empfehlung von Professor Schweinfurth und E. Sickenberger deutschen Reisenden als Begleiter auf Wüstenexpeditionen oder als naturwissenschaftlicher Sammler zu dienen. Im Jahre 1886 besuchte er den Sinai, dann studierte er drei Jahre in Europa, besonders Geologie, und suchte 1890 wieder den Sinai auf, wo . er geologisch, meteorologisch, zoologisch und botanisch arbeitete, und sogar in Tor am Roten Meer eine wissenschaftliche Station errichtete. Hierbei kam er auch in eigenartiger Weise mit der Friedmannschen jüdischen Kolonisations-Expedition in Berührung, worüber er wohl selbst später berichten düifte. Im Jahre 1894 begleitete er Dr. Max Schöller und Prof. Schweinfurth auf ihrer Expedition nach der italienischen Kolonie Erythräa nördlich von Abessinien. Im folgenden Jahre bereiste Kaiser wieder den Nil und nahm dann 1896/97 an der grossen Expedition von Dr. Schöller und C. Schillings nach Zentral-Afrika teil. Auf. ' der Rückreise wurde auch das jetzt in Frage kommende Gebiet durchzogen und vonKaiser hierbei die Route sorgfältig kartographisch aufgenommen. Ein dreibändiges, von Dr. Schöller in prachtvoller Ausstattung herausgegebenes Werk, betitelt „Mitteilungen über meine Reise nach Aequatorial- Ost-Afrika und Uganda 1896—1897", Berlin 1901 bis 1904, gibt Zeugnis von dem ungemeinen Fleisse und der Beobachtungsgabe des Herrn Kaiser, da das darin verwertete wissenschaftliche Material fast sämtlich von ihm gesammelt wurde, indem Schöller und Schillings ihre Zeit hauptsächlich der Jagd widmeten. Bevor Kaiser nach Europa zurückkam, machte er noch mehrmonatliche kolonialwirtschaftliche und geologische Studien in Südafrika, besonders im Minendistrikt des Witwaterrandes. Seitdem bekleidete er die Stellung eines wissenschaftlichen Beirats der deutschen Kolonisationsgesellschaft „Nordwest-Kamerun" und benutzte die freie Zeit neben der Herausgabe des Schöllerschen Werkes auch noch dazu, sich noch weiter kolonialwirtschaftlich und wissenschaftlich zu vervollkommnen. Durch seine vielfachen Erfahrungen, den' Ernst, die kritische Veranlagung und die praktische Nüchternheit, die diesen Forscher auszeichnen, erschien er in hervorragendem Masse geeignet, die wirtschaftlichen Fragen auf dieser Expedition zu bearbeiten. Der dritte Teilnehmer, Herr Wilbuschewitsch, ein jüngerer Herr, Russe von Geburt, ist Ingenieur von Fach, der speziell in Beurteilung von Wasserkräften und Mühlenindustrie Erfahrung besitzt; er hat kürzlich als energischer Zionist eine technische Forschungsreise nach Palästina gemacht im Dienste einer russischen zionistischen

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