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Ost und West · 1923-03-01 · Heft 3-4 (März-April 1923) · p. Seite 75 - 76

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Journal
Ost und West
Volume
23 (1923)
Issue
Heft 3-4 (März-April 1923)
Article
Philosophie des Pogroms
Date
1923-03-01
Page
Seite 75 - 76 (sequence 9)
Language
German
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75 Philosophie des Pogroms 76 Abhandlung aus dem Gebiete des römischen Rechtes den Titel eines Doktor juris. Geller verlegt sich auf das Interpretieren der österreichischen Gesetze 'und wird bald als Autorität ersten Ranges anerkannt. Die Regierung fordert in verwickelten Fällen seine Gutachten ein. In einem Konflikt zwischen der Lehrerschaft eines Kronlandes und der Unterrichtsverwaltung wird seine Entscheidung angerufen. Der Justizminister bietet ihm' einen hohen Richterposten an; er antwortet: „Ich will lieber "der Lehrer der Richter, als der Richter der Lehrer sein." Und er ist es bis auf den heutigen Tag geblieben. Wie soll man sich nun solcher Leute erwehren? „Eine der größten historischen Falschmünzereien des Judentums; ist es," lehrt Blüher, „glauben zu machen, daß gewisse wirksame Gesinnungen" .... Hier folgt ein langatmiger philosophischer Gallimathias, der ins Deutsche übersetzt, folgendes ergibt: Gewisse wirksame Gesinnungen wachsen organisch aus dem deutschen Leben und Denken) hervor, gehören also zum Bestand des echten Volksgutes. Die Juden eignen sich solche Gesinnungen an und vertreten sie. Du könntest nun meinen, dies sei ein Beweis, daß die Juden in das! deutsche Denken und Fühlen hineinwachsen und eins mit ihm werden. In Wirklichkeit ist das „eine der größten historischen Falschmünzereien des Judentums", und „da die Worte dieselben sind, ist die Fälschung kaum zu bemerken". „Die Juden leben überwiegend nomadisch, und in ihren seßhaft gewordenen Ausläufern bleiben sie immer Metöken und werden niemals autochthon, gan,z gleichgültig übrigens, wie lange ein Jude und seine Familie in Deutschland wohnen." „Darum hat der Jude kein Recht, sich etwa auf Friedrich den Großen zu berufen, auch nicht in wörtlichen Zitaten, auch nicht, wenn er dasselbe denk t." Damit die Juden derartigen Frevel nicht begehen können, müßte man sie ins Ghetto sperren. Blüher singt dem Ghetto ein warmes Loblied. „Denn das Ghetto ist die natürliche Lebensform des Juden im nachchristlichen Diaspora-Abschnitt seiner Geschichte." „Die Reghettoisierung ist die notwendige Begleiterscheinung der Secessio Judaica" (secretio Judceorum). Man müßte aber noch weitergehen als die mittelalterliche Gesetzgebung und den Juden verbieten, deutsche Bücher zu lesen, Deutsch zu reden und zu schreiben, damit ihnen das Fälscherhand werk gründlich gelegt wird und sie nicht mehr die Möglichkeit haben; niederträchtige Plagiate an deutschem Geistesgut zu begehen. Leider wird auch das wenig nützen. Es ist nämlich schon vorgekommen, daß die Juden sich deutsches Geistesgut angeeignet haben, Jahrhunderte, Jahrtausende, bevor das betreffende Geistesgut deutsch war, ja, ehe es überhaupt Deutsche auf der Welt gab. Unzählige Gedankenmassen, Bilder, Stilformen, Stimmungen, Lehren, Gefühle, Gesinnungen, Glaubenssätze, die heutzutage unveräußerliches deutsches Geistesgut bilden, haben die Juden für ewige Zeiten in ihrer Bibel niedergelegt. Arthur Brausewetter, der bekannte feinsinnige Erzähler und gelehrte Theologe, bezeichnet in einer Studie über die Isaak- Erzählung der Bibel Kern und Stil dieses unvergleichlichen Kapitels als „echt germanisch". „Diese einfache, schlichte Forderung, diese unbedingte Befolgung, ohne zu fragen oder zu murren, diese selbstverständliche Hingabe des Besten, Einzigen" — dann, „die knappe, fast epigrammatische Darstellung, die Kargheit im Ausdruck der Empfindungen, die nur angedeutet werden. Das alles ist germanisch, wie der schlichte Glaubensgehorsam, den Abraham von Anfang bis zu Ende zeigt." (Sollte am Ende Abraham gar ein Germane gewesen sein?) Karl Bücher, der berühmte deutsche Nationalökonom, nennt, ohne mit der Wimper zu zucken, das bekannte „Lied von der wackeren Frau" ein echtdeutsches Frauenlob, . in welchem die Tugenden der deutschen Gattin, Mutter und Hausfrau den vollendetsten Ausdruck gefunden haben, ohne mit einem Worte anzudeuten, daß das Lied im 31. Kapitel der Sprüche Salomonis steht. (Die Juden begehen die Profanation, dieses Lied an jedem Freitagabend zu Ehren ihrer Frauen zu singen.) Allein sogar der Talmud hat es gewagt, sich an echt deutschem Geistesgut zu vergreifen, und es als jüdisch auszugeben. Von zahllosen Beispielen nur eins: „Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen tun." .Das Wort stammt von Fichte oder von Richard' Wagner. Aber in tausend Leit- •und anderen Artikeln wird es als echt deutsches Kernwort, als eine Lebensregel gepriesen, die jeder Deutsche als Wegzehrung mitnehmen sollte. Und, o wehe, das Wort steht im Talmud, ist eines der populärsten unter den Juden. Jeder Jude weiß, was „1 i s c h m o h" heißt. Eine gute Tat soll man „lischmoh" tun, ganz um ihrer selbst willen, ohne Hinblick auf Ruhm, Dank, öffentliche Meinung, irdischen oder auch himmlischen Lohn. Natürlich ist Gott die gute Tat lieb, auch wenn der Mensch sich nicht zu dieser Höhe emporschwingen kann, aber ihren Volhvert hat die gute Tat erst dann, echt jüdisch ist sie nur dann, wenn sie einzig und allein, um ihrer selbst willen geschieht.. Das ist wohl das niederträchtigste und ruchloseste Plagiat, welches die Juden am geistigen Volksgut der Deutschen begangen haben. Um so ruchloser und niederträchtiger als sie es etwa anderthalb Jahrtausende getan, ehe der Gedanke durch ein deutsches Hirn ging.

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