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Ost und West · 1903-10-01 · Heft 10 (Oktober 1903) · p. Seite 697 - 698

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Journal
Ost und West
Volume
3 (1903)
Issue
Heft 10 (Oktober 1903)
Article
Das Gebiet des projektierten Judenstaates in Ostafrika
Date
1903-10-01
Page
Seite 697 - 698 (sequence 9)
Language
German
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697 Kurt Toeppen: Das Gebiet des projektierten Judenstaates in Ostafrika 698 kommen gesundem Klima, mit grossärtigem Wald bedeckt und zum grössten Teil unbewohnt von irgend einer menschlichen Rasse. Diese Landschaft liegt in einer Höhe von nicht weniger als 6000 Fuss und nicht mehr als 10 000 Fuss; sie ist ebenso gesund für europäische Ansiedler als das vereinigte Königreich, Britisch Kolumbien oder des gemässigten Südafrika. Ich habe mich niemals den schlecht informierten Euthusiasten angeschlossen, welche in früheren Tagen jede afrikanische Besitzung als britische Kolonie anpriesen: Ich glaube, dass ich stets bemüht gewesen bin besonders zu betonen, dass Länder wie Nigeria, Sierra Leone, die Goldküste und die meisten Teile von Ost- und Zentralalafrika, obgleich wertvolle Besitzungen, welche sich dazu eignen, in gleicher Weise wie das indische Kaiserreich verwaltet zu werden, ganz ungeeignete Gebiete für eine europäische Besiedlung sind. Der weisse Mann mag dorthin gehen als Pflanzer oder als Kapitalist, aber er darf niemals hoffen, für sich und seine Nachkommen ein Heim zu gründen, wie er dies für eine Kolonie mit Selbstverwaltung tun müsste. Aber mit Bezug auf die Ostprovinz des Uganda Protektorats bin ich in der Lage bestimmt zu sagen, dass wir hier ein Land haben (jetzt, nachdem die Uganda-Bahn fertig ist), welches sich wunderbar für „des weissen Mannes Land" eignet, und ich kann dies sagen ohne Ungerechtigkeit gegen irgend eine Eingeborenen-Rasse, denn das fragliche Land ist entweder ganz unbewohnt für Meilen und Meilen, oder seine Bewohner sind wandernde Jäger, welche kein Heim haben oder in anderen Distrikten ausserhalb dieses gesunden Landes ansässig sind. Dies ist eine Quelle des Vorteils für das vereinigte Königreich. Wir müssen, glaube ich, alles tun, was vernünftig und gerecht ist, den britischen Handel durch Oeffnung der Bahn zu fördern; aber ich wünsche, dass auch dem Handel anderer Länder keinerlei Unfreundlichkeit gezeigt wird. Ich möchte daran erinnern, wie viel wir deutschen Kaufleuten für die Entwickelung des jungen Uganda-Handels zu verdanken haben. Ausserdem: Je mehr französisches, deutsches, belgisches und italienisches Kapital wir zu diesen Ländern heranziehen, desto grösser wird das lokale Einkommen sein." — An einer anderen Stelle seines Berichtes rühmt Johnston den Holzreichtum des Landes und sagt sehr richtig, dass dieses an der Küste einen ausgezeichneten Markt finden würde, da bis jetzt fast alles Holz aus Norwegen, Kanada und Indien eingeführt werden muss. Auch Kaffee, Kakao, Thee und Vanille hält Johnston für aussichtsvoll und sagt, dass die Frachten der Bahn für die Talfahrt so normiert wären, dass der Export befördert werden soll, während für die Bergfahrt gleiche Frachten wie in Indien erhoben würden. Selbstverständlich ist ja, dass bei gesteigertem Verkehr im gemeinschaftlichen Interesse auf eine weitere Reduktion der Frachten zu rechnen sein wird. Sind die -\.> v >-Vi>\ \ " .'-v,- ■ - i\hv - -v ■ - ■ - . ' v^f&?y< ■ l-'.S-V : stf'jzLhp^r .. lfw;^i| SwTl [Äv r'l&T" - 'ih iv «t9 ^wü% Mi,' ~\ IM aiäMI w$$M t;fi t * < ■ %Vv «HP ü sjMfr üfpt'if-; >/|.*\..v+^f . *?vW*.*l! U ■ ffi. fr/ (i!.: 'I n i'ifiij U ^^r'i^//1!1 n L$HüMyytfi/'äh:J^ " w'ttl *' j( f„,..... ■ßc j Mi * ''■hJ\y\ 'i11 r'vfej \ nAffl F i.'^t. i : ml V V '' ' ' '■*.?''■'■<'■/ ).': ' MI r - \fÄ * ■ ■ "i v t W. KUHNERT. GIRAFFEN IN EINER OSTAFRIKANISCHEN STEPPE. N. E. AQUARELL.

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