Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 3 (1903)
- Issue
- Heft 4 (April 1903)
- Article
- Geskel Saloman
- Date
- 1903-04-01
- Page
- Seite 253 - 254 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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253 Dr. Adolph Kohut: Geskel Saloman. 254 GESKEL SALOMAN. MUSEUM, GOTENBURG. STUBE IN DALEKARLIEN. Vatikanischen Apollo" und „Die mitgefundenen Hermen der Venus von Milo", welche Arbeiten als eine wissenschaftliche Bereicherung der Kunstgeschichte bezeichnet werden können. Besonders lehrreiche Untersuchungen veröffentlichte er über den Standpunkt des Beschauers bei Werken der Skulptur, namentlich denjenigen des klassischen Altertums. Seine geistreichen Kombinationen sind nicht immer von mathematischer Gewissheit getragen, aber sie interessieren doch stets durch die Originalität der Anschauungen des Verfassers sowie seine klare und reizvolle Schreibweise. Professor Geskel Saloman stand mit den namhaftesten Künstlern und Gelehrten seines Vaterlandes wie des Auslandes in regem Briefwechsel. Aus der Fülle der an ihn gerichteten Zuschriften seien hier nur zwei ungedruckte Briefe des Direktors des Pariser National-Museums, Anton Heron de Villefort, mitgeteilt. Sie lauten: „Paris, 31. Mai 1901. „Wie danke ich Ihnen, teurer Herr Professor, dass Sie an mich gedacht haben bei der Uebersendung Ihrer neuen Arbeit über die „Venus von Milo". Ihr Name ist hinfort unzertrennlich von dem unserer kostbaren Statue, von der Sie mit einer so gründlichen Kompetenz sprechen und für deren Wiederherstellung Sie durch so interessante Beobachtungen beitrugen. Genehmigen Sie mit meinen Glückwünschen und meinem aufrichtigen Dank den Ausdruck meiner aufrichtigen Hochachtung ..." „Paris, den 26. Nov. 1896. Geehrter Herr Professor! Nach einem ziemlich langen Aufenthalt in Italien nach Paris zurückgekehrt, habe ich hier das neue, so interessante Buch gefunden, das Sie noch einmal der „Venus von Milo" gewidmet haben. Gestatten Sie mir, Ihnen den aufrichtigsten Dank für diese Sendung zu übermitteln, wofür ich Ihnen tief verpflichtet bin. Ich danke Ihnen gleichfalls im Namen der Venus von Milo, von der Sie mit Recht sagen, dass sie in unsern Tagen im Museum in London einen noch glänzenderen Triumph davongetragen habe, als denjenigen, den die Göttin im fabelreichen Altertume, selbst auf dem Berge Ida, davontragen konnte. Ihr Zeugnis ist kostbar für sie und den Louvre. Genehmigen Sie etc." Am Grabe des ausgezeichneten Menschen und Künstlers hielt Professor Karl Warburgs, der be- GESKEL SALOMAN. MUSEUM, STOCKHOLM. „SCHWEDISCHE WEBERIN MIT IHREM KINDE*.