Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 4 (8.1921)
- Date
- 1921-08-01
- Page
- Seite 69 (sequence 71)
- Language
- German
- Belongs to
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Zionistische Org anisation aiiiaiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiititiiiiiiii und des jüdischen Geistes einzureihen; wenn man die moderne zionistische Bewegungöfters in eine Linie mit den palästinensischen Bewegungen der jüdischen Vergangenheit einreiht, so vergißt man, daß der Vergleich rein formell ist und daß jede von diesen historischen Bewegungen von ihrem eigenen Geiste getragen war. So blieb der Zionismus noch vor dem Kriege eigentlich eine Bewegung der Intellektuellen und überließ die breite Masse anderen Strömungen, die entweder in sozialem oder in religiösem Momente ihren Schwerpunkt hatten. Ein Zeichen für die Abstraktheit der Bewegung, für ihre Volksfremdheit ist übrigens auch die Haltung, die nicht nur die religiösen Führer des jüdischen Volkes, sondern auch die ganze jiddischistische Strömung ihr gegenüber einnahmen, mit den echtesten Vertretern und besten Auslegern der jüdischen Volksseele, den jiddischistischen Schriftstellern, an der Spitze. Diese Abstraktheit gab sich nicht nur im inneren politisch-sozialen Charakter des Zionismus kund, sondern auch in seiner internationalen Einstellung. Da nur das eine Ziel gesetzt wurde, den Charter für Palästina zu bekommen, ohne daß dieser Charter mit sozialem Gehalt erfüllt wurde, und da die Bewegung durch keine Volkstraditionen und Volksgeist gebunden war, konnte man in der internationalen Politik jede beliebige Stellung einnehmen, beliebige Freunde suchen, beliebige Hilfe akzeptieren. Dieselbe Ungebundenheit, dieselbe „Freiheit4' der Bewegung hatte zur Folge, daß diese Hilfe vor allem bei demjenigen gesucht wurde, der in gegebenem Momente die Macht hatte. Wenn die Wechselbeziehungen zwischen dem Zionis- 69