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Freie zionistische Blätter · 1921-08-01 · 4 (8.1921) · p. Seite 68

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Freie zionistische Blätter
Volume
1 (1921)
Issue
4 (8.1921)
Date
1921-08-01
Page
Seite 68 (sequence 70)
Language
German
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Moses Beil i n son ■lllllllllllltllllllltlltllllllllllllllllillllllllllllfllltltfllllllfllilllllilllfilllltlllliililllttllilflitiiiiiilfllliiiiitllilfiiiilllillfiilliilliltlllilttilKliia zur sozialen und politischen Befreiung und zu den Tatsachen des religiösen Gemeinschaftslebens sich ablehnend verhalten, als ob eine nationale Bewegung mit ausschließlich nationalem Ziele und ohne jeden sozialen Gehalt möglich wäre und besonders in unseren Tagen möglich wäre, und als ob man eine große Bewegung in einem Volke auslösen könnte, ohne die Verwertung derjenigen geistigen Kräfte, die für dieses Volk am charakteristischsten sind und die bis jetzt sein ganzes Leben erfüllt haben. Der Zionismus aber schreckte ängstlich vor jeder großen sozialen und politischen Strömung zurück, sowohl innerhalb der jüdischen wie auch der nichtjüdischen Welt; er wollte keine eigene Antwort auf die brennendsten Fragen des jüdischen sozialen Lebens geben und, was das religiöse Leben betrifft, so setzte er im großen und ganzen die Tradition der Haskalah fort. Noch mehr: bis zuletzt war er — streng genommen — eigentlich keine nationale jüdische Bewegung, indem er weder in seiner Motivation noch in seiner Praxis und in seinen Formen eine radikale Nationalisierung seiner Anhänger verlangte; er gab keine erschöpfende Antwort auf die Fragen des nationalen Lebens und der nationalen Zukunft des jüdischen Volkes in der Diaspora und überließ die Initiative im Kampfe um die Sicherung der nationalen Stellung anderen jüdischen Strömungen. In seiner Praxis ließ er sich von einem pseudo-nationalen Dogmatismus leiten, besonders in der Sprachenfrage, der ihm die Arbeit unter den breiten Massen wesentlich erschwerte und ihm von vornherein einen aristokratischen und volksentfremdeten Charakter verlieh. In der zionistischen Ideologie fehlt fast vollständig der Versuch, den Zionismus dem Rahmen der jüdischen Geschichte 68

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