Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 4 (8.1921)
- Date
- 1921-08-01
- Page
- Seite 67 (sequence 69)
- Language
- German
- Belongs to
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Zionistische Organisation iiiiiiiiBiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisiuiuuimiiiiiiiiiiiiiiimiiiMiiim zu finden, all das, was er für den Sieg und für die Realisierung braucht, aus der Tradition zu schöpfen. Darin aber bestand von Anfang an die Mangelhaftigkeit der zionistischen Bewegung, daß sie, die Volksidee wohl richtig ergreifend, sie dem Volke in solcher Form und mit solchen Methoden, anbot, daß sie auch vor dem Kriege keine volkstümliche Bewegung geworden ist und keine Kraft besaß, eine breite und mächtige, mit elementarer Gewalt wirkende Volksbewegung wachzurufen. Der Zionismus war gewiß demokratisch; Demokratie bedeutet aber noch nicht Volkstümlichkeit. Sine Bewegung kann keine Stimmenzählung vornehmen und trotzdem mächtig und tiefgreifend sein, während eine musterhaft demokratisch aufgebaute Organisation, die sich noch dazu an breite Volksschichten wendet, trotzdem steril bleiben kann. Weder Sabbatai Zwi noch der Baal Schern, ließen Schekel zahlen, um dann Kongreßdelegierte zu wählen; trotzdem riefen sie beide die mächtigsten Volksbewegungen in der jüdischen Diasporageschichte hervor, die das ganze Volk erfaßten. Schon der Ursprung der modernen zionistischen Bewegung läßt erkennen, daß sie wenig Chancen hatte, eine breite volkstümliche Bewegung zu werden. An ihrer Wiege standen Pinsker im Osten und Herzl im Westen, die beide zum Zionismus nur tastend und aus nicht traditionell (im weiteren Sinne des Wortes) jüdischen Motiven gekommen sind, während Heß vollständig unverwertet blieb. Der Achad-Haamismus mit seiner geistigen Auserlesenheit eignete sich wohl zur Erziehung einzelner, eine flammende und begeisterte Volksbewegung konnte er nicht erzeugen. Von Anfang an hat der Zionismus zu den zwei mächtigsten Faktoren des jüdischen Lebens, 5* 67