Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 4 (8.1921)
- Date
- 1921-08-01
- Page
- Seite 39 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Verhängnis der Diplomatie '£«iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiitiiiitiiit:iiiiiiiiiii]]iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiaiia Idee, in der sie ihre Legitimität hätte. Sie wird ebensowenig von einer starken Tendenz getragen und ist ebensowenig durch ein gebieterisch zwingendes Bedürfnis begründet, wie jene Demokratie, die die jetzigen Diktatoren früher gegen Herzl ausspielten. Und hinter dem militaristischen Geiste, der sich aus einer wesensfremden Welt in unsere Bewegung einschlich, steht sicherlich kein militaristischer Wille. Er ist nur Pose, eine Pose des Nationalismus und Chauvinismus. Man wundere sich nicht, wenn uns aus ihr opferfreudige nationale Helden und Abenteurer ä la D'Annurtzio entstehen sollten. Denn Pose ist nicht gleichbedeutend mit Verstelltheit. Sie ist meistens ehrlich, v/eil unbewußt. Es gibt aufrichtige und idealgesinnte Menschen, die ihr ganzes Leben lang in einer ununterbrochenen Pose leben. Sie sind aufrichtig: ihre Pose ist kontinuierlich, ist in Permanenz. Ihre Seele kennt keine andere Lage als die Poselage. Und je ehrlicher die Pose ist, desto gefährlicher. Dieses Stadium der Veräußerlichung, der nationalen Pose, hat mit der Londoner Aera, mit der Verschiebung des Schwerpunktes des Zionismus aus dem Volksinnern in die Auswärtigkeiten einer Diplomatie, verheerende Fortschritte gemacht. Unsere Diplomatie hat all unsere 'Spannungen und Impulse absorbiert und im Zionismus ein Gerichtetsein nach außen bewirkt. Und man muß es offen heraussagen: seit der Londoner Aera hat der Zionismus großen Schaden an seiner Seele genommen, hat 39