Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 32 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Hans Kohn HiiMiiiiiimiMmiiMiiiiiHiiiiiiiiimuiiiHiiiintiiuuMiMiiimiiifiim wie sie auf die Araber einwirken, welche Argumente sie ihnen beibringen sollen usw. Und wir brauchen eine jüdisch-arabische Gesellschaft zur Pflege der alten Kulturbeziehungen, wir müssen eine Arbeit leisten, die auf Jahrzehnte berechnet ist, sonst sind wir hier verloren . . ." Aber Voraussetzung all dieser Arbeit ist eine andere seelische Einstellung. Unsere palästinensischen Juden, die in einem Lande mit überwiegender arabischer Mehrheit leben, sehen gar nicht die Notwendigkeit ein, Arabisch zu lernen, propagieren sie nicht. Und erst in den letzten Worten, die Brenner geschrieben hat, klingt erschütternd die Klage der Versäumnis. Eine Klage nicht nur um die Unkenntnis der arabischen Sprache, eine Anklage des ganzen Systems. 5- Will man eine Verständigung, darf man den Haß nicht ins Maßlose schießen lassen, gilt es Klarheit und Besonnenheit zu wahren. Bei Kriegen ist es immer so (vor allem in unserer Zeit nationaler Demokratien), daß aus der Gegnerschaft blinder Haß wird, daß man dem Feinde im Pathos der Entrüstung alle verhaßten Eigenschaften andichtet, daß man durch Uebertreibungen den eigenen Zorn schürt und damit die Kriegsideologie „vertieft". Man kämpft dann für die „Kultur", um den Frieden. Hüten wir uns vor dieser Art von Kriegsführung mit den Waffen des vergifteten Wortes; sie stiften oft größeren, bleibenderen Schaden als Feuerwaffen. Ich will dies an einem Beispiel zeigen. Irgendwo wurde gegen die Vorgänge in Jaffa auf folgende Weise protestiert : „Vor der zivilisierten Welt protestieren wir gegen die Haltung dieser Fanatiker, die sich mit der Schuld des 32