Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 31 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2583479-2583480-2583483--220-2583715- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Realpolitik »>fiiiai*aB((i(iitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii>iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiaitiiiiiiiiiiiiiii>siiiiiiiiitiiiiiiiiittiiiiiiiiiiiiiiiniimunnu»a kende Aufgabe des Minoritätenvolkes par excellence, des jüdischen Volkes, bahnbrechend in Palästina neue, höhere Formen nationalen Zusammenlebens auf einheitlichem, wirtschaftlich geschlossenem Territorium zu versuchen? Abgesehen von der absoluten Notwendigkeit eines solchen Versuches, von der völligen Unmöglichkeit eines „Rrez Israel", ist es nicht mehr als die Gründung noch eines an seiner innem Struktur zugrundegehenden, winzigen Nationalstaats? Die erste Voraussetzung einer Verständigung mit den Arabern ist unsere Erkenntnis, die in uns Wurzel fassen muß, daß Palästina ein vorwiegend arabisches Land ist und daß es für alle absehbare Zeit eine starke arabische Bevölkerung aufweisen wird. Aber viele von denen, die nach Palästina kommen, und viele von denen, die dort leben, sind von dieser Erkenntnis weit entfernt. Sie kommen nicht als Mit lebende in ein Land, das Raum genug für alle hat, das einer verstärkten Arbeit und Verwertung bedarf, sondern sie fühlen sich als die einzigen Herren, als alleinige Eigentümer. Diese psychische Einstellung muß geändert werden. Dann, aber nur dann, wird es möglich sein, Wege der Verständigung zu gehen. Ich will aus einem Briefe eines Freundes in Palästina vom 15. Mai d. J. einige Zeilen zitieren: „Und noch eins! Allgemein sieht man im Lande ein, daß es den Arabern gegenüber nicht mehr so weiter geht wie bisher. Wir brauchen eine großzügige Propaganda unter ihnen, um durch Wort und Bild, Rede und Schrift auf sie einzuwirken. Wir brauchen direkte Parteischulen* nach dem Muster der deutschen Sozialdemokraten, in denen alle die jungen Juden, die mit den Arabern täglich in Berührung kommen — und ihre Zahl ist Legion — instruiert werden, 31