Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 28 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Hans K o h amiiiincimuuimuiiiimumimimuiiHiniinuHUuuimctnr^ n in den Bedürfnissen des Landes, Autonomisierung des Jischuw). Das sind die Aufgaben der Leitung. Wichtiger aber ist noch die Aufgäbe, die nicht nur die Leitung, sondern die vor allem der einzelne vollbringen muß: Die Araberfrage in Palästina ist eine Frage unserer psychischen Einstellung. Und hier liegt ihr Kern. Gelingt es uns nicht, die Frage so zu lösen, daß wir zu einem Einverständnis mit den Arabern kommen, bleiben wir immer den schwersten Gefahren ausgesetzt. Und noch ein Wort sei gesagt, das mißliebig sein wird. Aber drängt es sich nicht auf? Waren wir nicht zu eilfertig? Reift Gutes nicht langsamer? Hat sich nicht manches als täuschende Blüte erwiesen? Ein politisch-diplomatischer Papiererfolg hat uns geblendet, hat uns Bilder vorgespiegelt, die nicht Wirklichkeit werden können, nicht morgen und nicht übermorgen. Statt dessen gilt es langsam, unter Ausnutzung aller Möglichkeiten zu arbeiten. Aber wir müssen uns klar sein, daß es viel länger dauern wird, als wie gedacht haben, bis wir eine Majorität im Lande sein werden. Wir müssen unsere geistige Einstellung ändern. Wir müssen vorbereiten, Grundlagen schaffen: und die wichtigste Grundlage Ist eine Verständigung mit den Arabern. Wir haben uns um sie noch nicht ernstlich bemüht. Hier sind vor dem Krieg, während des Krieges und nach dem Kriege schwere, schwere Fehler geschehen, nicht so sehr von der Leitung aus, als von den Juden, die in Palästina leben. Wir müssen lernen (was wir längst hätten wissen sollen), daß die Beeinflussung der Araber für uns weit 28