Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 27 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Realpolitik («HiMiuiiMttiiiiutiHimmujiHiiimmmiiiiiiimiiauuiiiiiitiu Diese unsere wirtschaftliche Schwäche hat selbst eine an und für sich so herrliche Erscheinung wie die Chaluzim depaviert. Es ist gelungen, sie bei Regierungsarbeiten anzustellen, beim Straßenbau. Wer zahlt den Straßenbau? Die palästinensische Regierung; sie befindet sich aber bekanntlich auch in großen finanziellen Schwierigkeiten. Die Anleihe, die sie von uns verlangt hat, haben wir jetzt nicht aufgebracht. Die Regierung nimmt das Geld aus irgendwelchen vagen Fonds, muß es aber später aus Steuergeldern decken: wer zahlt die Steuern? Weitaus überwiegend die Araber. Diese Ueberlegung, die der Araber macht, ist nicht gerade geeignet, ihn günstig zu stimmen: er selbst soll für den Aufbau des jüdischen Landes zahlen! Unsere Oirangeplantagen, unsere Weingärten in judäa sind eine schöne Sache; man exportiert sie. Aber im Lande selbst sind für Milch und Eier, für Brot und Butter die Juden auf die Araber angewiesen: eine volkswirtschaftliche Verwurzelung mit dem Lande ist noch nicht erfolgt. Die Araberfrage in Palästina ist eine FrageunsererwirtschaftlichenMachtpos i t i o n. Werden wir stark sein, werden wir tatsächlich dem Lande und seinen Bewohnern Nutzen bringen, dann wird aller grundherrlichen, katholischen und reaktionären Hetze in Palästina ein starker Riegel vorgeschoben werden. Zu diesem Zwecke rücken zweierlei Forderungen jetzt in den Vordergrund: Beischaffung der nötigen Mittel (Keren Hajessoid) und ihre Verwendung durch spezielle Fachleute vom nationalwirtschaftlichen Standpunkt aus (Beschäftigung der größtmöglichen Menge, Verwurzelung 27