Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 26 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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H MMHI ans K o h n Der Araber hat Achtung vor Stärke, nicht etwa nur vor physischer Stärke, vor Waffen, sondern vor Leistung, vor Produktion; er verachtet Schwäche, Kraftlosigkeit, Mißerfolg. Die zionistische Kommission kam einst ins Land, die Taschen voll Gold. Davor hatte der Araber Achtung. Heute sind ihre Kassen völlig leer; welchen Zustand der Araber sehr gut kennt. Seine Achtung ist geschwunden. Neue Industrien sind nicht gegründet, neues Land ist nicht gekauft worden. Ich habe irgendwo gelesen, daß jemand gesagt hat: „Unter der türkischen Regierung war alles verboten und wir haben alles gemacht; jetzt ist alles erlaubt und wir tun nichts." In dem Ende Mai d. J. erschienenen Sammelheft „Beschaa su" des Hapoel - Hazair (Seite 4) heißt es: „Im letzten Jahre war eine Einwanderung, die an Wert nicht klein war; aber sogar heute noch hat der Jischub an Zahl nicht den erreicht, der vor dem Kriege war, und die Zahl der Einwanderer in diesem Jahre erreichte auch nicht die des letzten Jahres vor dem Kriege. " Es ist bekannt, daß gerade für die wichtigsten Erfordernisse oft kein Geld da ist. Gewiß ist heute die allgemeine finanzielle und wirtschaftliche Lage der Welt derart, daß unsere Aufgabe ganz besonders schwierig wurde; eben darum hätte man weniger bombastische Versprechungen geben dürfen, die uneinlosbar scheinen. Dies hat nicht nur das Vertrauen der Araber zu uns und zu unserer tatsächlichen Kraft vernichtet, sondern auch das Herbert Samuels und Englands erschüttert. Wenn viele von uns von Samuel eine „starke Hand" verlangen, kann er sie fragen, was sie getan haben, um seine Hand zu stärken. 26