Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 18 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Hans Koh n iiiiuiiiiiimmiHiHiiHBiiiirntvsmiiHaiinimtiiwiiuiimm^^ die wohlwollende Unterstützung neutraler Gruppen suchte, den Juden zugesagt, in Palästina eine nationale Heimstätte für sie zu schaffen; gleichzeitig mochte wohl England wünschen, durch jüdisches Kapital und jüdische Arbeit Palästina zu einem blühenden und gesicherten Gebiete zu gestalten, Es ging dabei von der Voraussetzung aus, daß die überwiegende Mehrheit des jüdischen Volkes, vor allem auch seine den Finanzmarkt beherrschenden und einflußreichen Kreise mit aller ihrer Sehnsucht an der Verwirklichung des alten Zionsideals hängen. Es sei nicht geleugnet, daß auch biblische Glaubens¬ und Traditionsvorstellungen im puritanischen England Sympathien für den Zionismus geweckt haben. Die englische Regierung sah sich so zwei Völkern gegenüber, denen sie während des Krieges Versprechungen gemacht hatte: den Arabern und den Juden. Es ist kein Zweifel, daß sie ihre Versprechungen halten wollte. Und da den Arabern ein weites Territorium zur Verfügung stand, mußte sie notwendigerweise, um der Deklaration Balfours zugunsten der Juden überhaupt einen Sinn zu geben, diese auf dem einzigen schmalen Landstrich begünstigen, wo die Wünsche dieses Volkes in ^Erfüllung gehen konnten. Dabei mußte^sie aber von der Realität ausgehen, daß zurzeit dieser Landstrich, Palästina, ein arabisches Land ist. Sie konnte also nur dann ihre Deklaration verwirklichen, wenn das jüdische Volk alle seine Kräfte aufwandte, um in Palästina eine hohe jüdische Zivilisation zu schaffen und wenn es dem jüdischen Volke gelang, zu irgendeinem Einverständnis mit den Arabern zu kommen. Denn dem jüdischen Volke oblag es, die Wege dieses Einverständnisses zu suchen, das einen Bau ermöglichen sollte, der in erster Linie in jüdischem In- 18